Buch-Vorstellung "Michael ist ein guter Junge"


Joseph Jackson hält seinen angeklagten Sohn Michael für unschuldig. "Michael ist ein guter Junge", sagte der 75-jährige Patriarch des Clans bei der Vorstellung seiner Memoiren in München.

Joseph Jackson (75), Vater des wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen angeklagten Popsängers Michael Jackson (46), hat am Montag in München seine Memoiren vorgestellt. Unter dem Titel "Die Wahrheit über die erfolgreichste Familie der amerikanischen Musikgeschichte" möchte er einen "tiefen Einblick" in das Leben seiner Familie geben. Das rund 250 Seiten starke Buch erscheint weltweit zuerst in Deutschland. In den USA soll es erst herauskommen, wenn der Prozess gegen Michael Jackson eingestellt oder entschieden sei. "Die Deutschen waren immer sehr nett zu den Jacksons", sagte Joe, der erneut seinen Sohn verteidigte: "Michael ist ein guter Junge, die Anschuldigungen gegen ihn sind nicht wahr."

In dem Buch beschreibt Jackson die Geschichte seines Clans von den Anfängen der "Jackson 5" bis zu den Solokarrieren seiner Kinder Michael, Janet und La Toya. Wohl auch um das angeknackste Image von Michael zu retten, beleuchtet Joe Jackson ausführlich das Liebesleben seines Sohnes. So habe "Jacko" neben den Schauspielerinnen Tatum O'Neal und Brooke Shields auch mit Popsängerin Madonna und Prinzessin Stéphanie von Monaco ein Techtelmechtel gehabt, schreibt sein Vater in dem Buch. Bei der Vorstellung in München relativierte Jackson die Angaben zu Madonna und Stéphanie jedoch: "Sie waren nur Freunde."

Auch Gerüchte um eine angebliche Homosexualität Michael Jacksons wollte sein Vater zerstreuen: "Er hat Freunde, aber er ist hetero. Er ist zu hundert Prozent ein Mann. Und er trifft seine eigenen Entscheidungen." Sein Sohn wäre gerne nach Deutschland mitgekommen, sagte der Clanchef. Doch dürfe Michael wegen der Anklage gegen ihn nicht ausreisen.

Prozess-Auftakt im Januar

Michael Jackson ist unter anderem wegen siebenfachen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen angeklagt, ist aber gegen eine Kaution von drei Millionen Dollar auf freiem Fuß. Der Prozess soll am 31. Januar 2005 beginnen. Erst vor wenigen Tagen hatte Michael Jackson erstmals öffentlich eingestanden, sich vor Jahren das Schweigen von Leuten erkauft zu haben, die ihn des sexuellen Missbrauchs von Kindern beschuldigen wollten.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker