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Cinema-for-Peace-Gala: Jolie wird für Friedensengagement geehrt

Jubiläum für die Cinema-for-Peace-Gala: Zum zehnjährigen Geburtstag gaben sich die Stars in Berlin die Klinke in die Hand. Angelina Jolie wurde gleich zweimal geehrt, Bob Geldof ließ Gründer Jaka Bizilj hochleben.

Hollywood in Berlin: Schauspielerin Angelina Jolie ist am Montag bei der Wohltätigkeitsgala Cinema for Peace gleich doppelt für ihr friedenspolitisches Engagement geehrt worden. Zum einen erhielt die 36-Jährige für ihr Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" den Preis für den wichtigsten Film des Jahres. Zum anderen wurden sie und ihr gesamtes Team mit dem Ehrenpreis im Kampf gegen Krieg und Völkermord bedacht.

"Ich habe diesen Film gemacht, weil ich hoffe, dass mehr Menschen aufstehen und versuchen, die Dinge zu ändern", sagte Jolie bei der Gala den rund 600 Gästen. Mit Tränen in den Augen nahm sie im Konzerthaus am Gendarmenmarkt die gläserne Preisfigur aus den Händen von Friedensnobelpreisträger Mohammed al Baradei entgegen.

In ihrem Film erzählt Jolie eine schwierige Liebesgeschichte zu Zeiten des Balkankriegs. In ihrem Team arbeiteten Serben, Kroaten und Bosnier zusammen. "Ihr Land, ihre Geschichte und ihre Frauen sind sehr bewundernswert. Ich nehme den Preis in ihrem Namen entgegen", so Jolie.

Der Superstar war mit ihrem Lebensgefährten Brad Pitt am Roten Teppich von hunderten durchgefrorenen Fans mit einem Kreischalarm empfangen worden. "Ich bin sehr aufgeregt", gestand Pitt der Presse vor der Saaltür. "Es ist ein sehr wichtiger Film. Ich freue mich, dass sie ihn gemacht hat."

Ein Jubiläum mit Starpräsenz

An der Gala, die traditionell am Rande der Berlinale stattfindet, nahmen außer Jolie und Pitt noch zahlreiche internationale Stars teil. Die französische Diva Catherine Deneuve zeichnete den Film "Paradise Lost 3: Purgatory" als wichtigsten Dokumentarfilm des Jahres aus. Joe Berlinger und Bruce Sinofsky berichten darin über drei Männer, die in den USA 18 Jahre lang unschuldig wegen dreifachen Mordes im Gefängnis saßen. Einer von ihnen kam mit Berlinger auf die Bühne. "Ich will nur Gott danken, dass wir alle hier sein können - alle zusammen", sagte er.

Der französische Starregisseur Luc Besson konnte den Menschenrechtspreis für sein Porträt "The Lady" entgegennehmen, in dem er das Leben der birmanischen Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi schildert. Die Auszeichnung wurde in Zusammenarbeit mit Amnesty International und dem Menschenrechtsnetzwerk vergeben.

Die Gala Stiftung Cinema for Peace feierte in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. Zu Beginn der Veranstaltung wurde Gründer Jaka Bizilj mit langem, herzlichen Applaus bedacht. Bob Geldof, Politaktivist und Moderator der Gala, forderte die Zuschauer daraufhin zu stehenden Ovationen auf. Eigenen Angaben zufolge hat Cinema for Peace bisher insgesamt 3 Millionen Euro für wohltätige Zwecke gesammelt.

hw/DPA / DPA