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Comeback: Michel Friedman wieder im TV

Knapp vier Monate nach dem Kokain-Skandal und seinem Rückzug aus öffentlichen Ämtern und TV-Moderationen kehrt Michel Friedman zurück ins Fernsehen.

Knapp vier Monate nach dem Kokain-Skandal und seinem Rückzug aus öffentlichen Ämtern und TV-Moderationen kehrt Michel Friedman zurück ins Fernsehen. Als Gast in der ARD-Talkshow "Sabine Christiansen" diskutiert er an diesem Sonntag (2. November) mit anderen Teilnehmern über das Thema "Parteien ohne Wähler, Politik in der Krise?". Einen Tag später ist er im "Grünen Salon" bei n-tv zu Gast, wenn es um die Frage geht: "Wie tolerant ist Deutschland?" Außerdem wird Friedman künftig Kolumnen für das Hamburger Trendmagazin "Max" schreiben - die erste erscheint am 6. November mit dem Titel "Friedman hat das letzte Wort".

"Fernsehen ist eine meiner Leidenschaften"

Der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden hatte im Juli eine Geldstrafe wegen Kokainbesitzes akzeptiert, seine Ämter niedergelegt und die Moderation seiner Talkshows in der ARD und dem Hessischen Fernsehen aufgegeben - aber auch um eine "zweite Chance" gebeten. Schon bald hatte der 47-Jährige durchblicken lassen, dass er zurück ins Fernsehen strebe. Als er vor zwei Wochen ankündigte, regelmäßig politische Kommentare für den privaten Berliner Hörfunksender 100,6 zu sprechen und Kolumnen in Zeitungen zu schreiben, sagte er auch: "Fernsehen ist eine meiner Leidenschaften. Alles andere wird die Zeit bringen."

Friedman schreibt Kolumnen für "Max"

Zu Friedmans Kolumnistentätigkeit bei "Max" sagte Chefredakteur Christian Krug am Freitag: "Es ist uns eine Ehre und ein Vergnügen, künftig den wohl profiliertesten und scharfsinnigsten Querkopf Deutschlands im Blatt zu haben." Anfang Oktober hatte Friedman bereits die neue Aufgabe des Herausgebers für politische Bücher beim Berliner Aufbau-Verlag übernommen. Friedman, der in Frankfurt als Rechtsanwalt niedergelassen ist, gehört außerdem dem Aufsichtsrat der Werbefirma Wall an.

Neue Friedman-Sendung im HR noch ungewiss

Der Hessische Rundfunk hatte eine Entscheidung über eine neue Sendung mit Friedman unter anderem mit dem Hinweis vertagt, dass in Berlin noch der Prozess gegen drei mutmaßliche ukrainische Menschenhändler aussteht. Im Zuge der Ermittlungen gegen die Bande war Friedman ins Visier der Fahnder geraten.