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"Beckileaks"-Enthüllungen: So biederte sich David Beckham bei der Queen an

Ist David Beckhams Saubermann-Image nur eine Fassade? E-Mails enthüllen, dass der Fußballstar jahrelang nur darauf hingearbeitet haben soll, zum Ritter geschlagen zu werden. Wie sich "Becks" bei der Queen einschleimte.

David Beckham und Victoria

David Beckham und seine Ehefrau Victoria präsentieren sich in der Öffentlichkeit stets als Traumpaar.

"David Beckham ist ein außergewöhnlicher Mann", stellte schon Barack Obama 2012 fest. Mehrfach zum "Sexiest Man Alive" gekürt, ist der 41-Jährige nicht nur ein liebevoller Vater für seine vier Kinder und seit 18 Jahren Ehemann von Victoria, er ist nebenbei auch noch der bekannteste Fußballer Englands, Unterwäschemodel und außerdem als Unicef-Botschafter sozial engagiert - ein Mann wie er im Buche steht. 

Doch langsam zerbröckelt das Saubermann-Image des Engländers, das dieser sich über Jahrzehnte aufgebaut hat: Vor wenigen Tagen veröffentlichte eine Hacker-Gruppe Pöbel-E-Mails des Fußballstars, die nach Ansicht britischer Zeitungen darauf hinweisen, dass Beckhams Image nur Mittel zum Zweck war - weil "Becks" unbedingt zum Ritter geschlagen werden wollte. 

"So stolz auf die Königin" - David Beckham schmeichelt sich den Weg zum Ritter

Im Königreich Großbritannien werden insgesamt sechs Orden mit Ritterwürde verliehen. Der bekannteste von ihnen ist der "Order of the British Empire." Dieser wird nach Auswahl durch ein Komitee vom Staatsoberhaupt der britischen Monarchie an jene Personen vergeben, die im Sinne des Staates gearbeitet haben und "dem Landesherrn treu ergeben sind". David Beckham zählt zwar seit 2003 zu den Ordensträgern, wurde jedoch nicht zum Ritter geschlagen. Der "OBE" wird in verschiedene Ränge unterteilt - Beckham musste sich vor 14 Jahren mit dem vierten Rang zufrieden geben, dessen Träger nicht mehr in den Ritterstand erhoben werden. Doch er hatte Blut geleckt - laut der britischen Zeitung "The Sun" setzte Beckham fortan alles daran, doch noch zum Ritter geschlagen zu werden und den Titel "Sir" tragen zu dürfen. 

Seine Strategie, um das Ordenskomitee zu beeindrucken: sich in der Öffentlichkeit als möglichst treuer Untertan der britischen Krone zu präsentieren. In anderen Worten: Einschleimen bei der Königin von England. Das tat Beckham vor allem auf Instagram. 

 

Der 41-Jährige postete zahlreiche Fotos der Queen, schrieb ihr schmeichelnde Nachrichten zum Geburtstag und lobte die 90-Jährige für ihre Taten: "Die Königin verkörpert alles, was an unserem Land großartig ist. Wir können uns alle glücklich schätzen, sie zu haben", säuselte "Becks" unter einem Foto. Auch zeigte er sich plötzlich politisch engagiert, gab bei politischen Angelegenheiten - wie etwa dem Brexit-Referendum im vergangenen Jahr -  seinen Senf dazu. 

Happy Birthday your Majesty ... So proud to have a queen that does everything for the love of our country ??

Ein von David Beckham (@davidbeckham) gepostetes Foto am

2005 wurde David Beckham zum offiziellen Botschafter des Kinderhilfwerks Unicef ernannt - ein weiterer, großer Schritt auf Beckhams Weg zum Ritterorden. Dessen war sich auch der Fußballer bewusst und postete deshalb fleißig Fotos auf Instagram, die ihn im Unicef-T-Shirt und mit Zahnpasta-Lächeln zeigen, umringt von Kindern aus aller Herren Länder. David Beckham - der gutherzige Samariter. 

 

Ärger über Komitee-Mitarbeiter

Genützt haben Beckhams Anbiederungen bei der britischen Königsfamilie und sein Unicef-Engagement nichts. Als er 2014 tatsächlich in die engere Auswahl für die Verleihung des Ritterordens kam, fiel dem Komitee bei einer Prüfung der beckhamschen Steuerangelegenheiten auf, dass dieser diverse Modelle nutzen soll, um Steuern zu sparen. Die Konsequenz: Beckham flog schnurstracks wieder aus der Auswahl - und war so sauer, dass er in seinen E-Mails über die "undankbaren Fotzen" des Komitees wütete. Außerdem lehnte der Fußball-Rentner fortan alle andere Ehrungen, die man ihm verleihen wollte, ab. "Solange es keine Ritterschaft ist - fuck off“, meckerte er laut "The Sun" in einer weiteren Mail.

Ob David Beckham nach den Enthüllungen überhaupt noch Chancen hat, zum Ritter geschlagen zu werden, ist fraglich. Sollte es nicht mehr dazu kommen, hat eine Instagram-Followerin Beckhams einen anderen Vorschlag für den Fußballstar: "Werd' doch einfach Lehrer, David. Dann werden dich die Menschen immer mit 'Sir' ansprechen."


lis