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Ex-Fußball-Star David Beckhams emotionaler Post gegen den Brexit

Ex-Fußballer David Beckham will gegen den Brexit stimmen
Kam in seiner Fußballkarriere viel in Europa rum - wohl auch deshalb will David Beckham gegen den Brexit stimmen
© Johannes Eisele/AFP
David Beckham hat sich entschieden gegen einen Brexit ausgesprochen. Zwei Tage vor dem Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU appellierte der Ex-Fußballstar an die Bevölkerung, die "Probleme der Welt gemeinsam und nicht allein" anzugehen.

Der englische Ex-Fußballstar David Beckham hat sich für einen Verbleib Großbritanniens in der EU ausgesprochen. "Für unsere Kinder und deren Kinder sollten wir die Probleme der Welt gemeinsam und nicht allein angehen", erklärte der ehemalige Star von Manchester United am Dienstag auf Facebook. "Wir leben in einer dynamischen und verbundenen Welt, in der wir zusammen stark sind. Aus diesem Grund stimme ich für den Verbleib."

Der 41-Jährige verwies auf die europäischen Einflüsse auf seine Karriere als Fußballer, in der er auch vier Jahre beim spanischen Verein Real Madrid verbrachte. Er sei bei Manchester United mit einer Kerngruppe von jungen britischen Spielern groß geworden. "Dieses Team hätte Trophäen gewinnen können, aber wir waren ein besseres und erfolgreicheres Team, weil wir einen dänischen Torwart, Peter Schmeichel, die Führung des Iren Roy Keane und die Fähigkeiten eines Franzosen mit Eric Cantona hatten", erklärte Beckham.

David Beckham: Beide Meinungen respektieren

Der ehemalige Mittelfeldspieler erinnerte auch an seine Jahre in Mailand und Paris: "Diese großartigen europäischen Städte und ihre begeisterten Fans haben mich und meine Familie willkommen geheißen und uns die Gelegenheit gegeben, ihre einzigartigen und inspirierenden Kulturen und Menschen kennenzulernen."

Mit Blick auf die in der Brexit-Frage gespaltene Gesellschaft erklärte Beckham, jede Seite habe das Recht auf eine eigene Meinung und müsse respektiert werden. "Wie auch immer das Referendum am Donnerstag ausgeht, wir werden immer großartig sein", fügte er hinzu.

"Becks hat gesprochen. Das reicht mir"

Im Netz löste Beckhams Posting zahlreiche Reaktionen aus. Nicht nur wurden seinen Worte binnen der ersten sechs Stunden nach Veröffentlichung mehr als 6000 Mal geteilt. Auch dankte ihm der britische Premierminister David Cameron persönlich via Twitter für sein Engagement. "Ich freue mich zu sehen, dass David Beckham #StrongerIN unterstützt und für den Verbleib stimmt", schrieb der Politiker.

Auch einige Journalisten reagierten auf Beckhams Post - meist ironisch angehaucht und die politische Expertise des Ex-Fußballers in Frage stellend. So schrieb beispielsweise der "BuzzFeed"-Korrespondent Jamie Ross: "Ich war mir unsicher, wie ich im Referendum stimmen sollte, aber dann hat David Beckham aufgezeigt, dass Eric Cantona Franzose ist. Das ändert alles für mich."

Lauren Davidson, Journalistin beim "Telegraph", twitterte, sie werde einfach für Beckham stimmen.

Für User @NormanHowick ist Beckhams Wort offenbar Gesetz. "Becks (Spitzname Beckhams, Anm. d. Red.) hat gesprochen. Das reicht mir." Inwiefern auch bei ihm Ironie mitschwang, lässt sich wohl nicht eindeutig klären.

Die Briten stimmen am Donnerstag darüber ab, ob ihr Land in der EU bleibt. Der Ausgang ist völlig offen.

mod AFP

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