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Britischer Musiker Der Wein schmeckte so gut: Sting wurde beim Kauf seines Guts ausgetrickst – behauptet er

Musiker Sting auf seinem Weingut in der Toskana
Musiker Sting auf seinem Weingut in der Toskana
© Photoshot / Picture Alliance
Seit über 20 Jahren besitzen Sänger Sting und seine Frau Trudie Styler ein Weingut in der Toskana. Der 69-Jährige behauptet jetzt: Beim Kauf wurde er damals über den Tisch gezogen.

Seit Ende der Neunziger besitzen Musiker Sting und seine Frau Trudie Styler ein Weingut in der Toskana. Doch beim Kauf des Anwesens aus dem 16. Jahrhundert fühlte sich der 69-Jährige im Nachhinein über den Tisch gezogen. Das sagte Sting jetzt in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". Demnach hätten Styler und er das Anwesen "Il Palagio" südlich von Florenz nebst dazugehöriger Weinberge von dem italienischen Adligen Simone Vincenzo Velluti Zati di San Clemente erworben.

Vor allem der Kauf der Weinberge bereitete dem Musiker Bauchschmerzen. "Der Herzog fragte mich, ob ich den Wein des Weinguts probieren wolle, und ich sagte ja. Es war ein hervorragender Wein und das hat mich überzeugt, auch die Weinberge zu kaufen", erzählte Sting. Später habe sich jedoch herausgestellt, dass der Wein nicht aus den Reben des Guts gewonnen wurde, sondern ein Barolo aus der norditalienischen Region Piemont war.

Die erworbenen Weinstöcke waren offenbar nicht so geeignet, wie Sting sich erhofft hatte. "Als wir unseren Gästen den Wein des Gutes servierten, sah ich, dass jemand sein Glas in ein Blumenbeet leerte", erinnert sich der Sänger. Doch das weckte seinen Ehrgeiz: Er wollte beweisen, dass seine Rebstöcke doch für einen guten Tropfen taugen. "Unser ganzes toskanisches Abenteuer war wirklich eine Art, uns zu rächen." Mit Erfolg. Inzwischen produzieren Sting und Styler rund 150.000 Flaschen Wein pro Jahr, betreiben eine Bar und eine Pizzeria. Einige der Tropfen, die alle nach Musiktiteln von Sting benannt sind, wurden mit Auszeichnungen bedacht.

Sohn des italienischen Herzogs ist sauer auf Sting

Nur einem schmeckt Stings Anekdote über den Kauf gar nicht: Simone San Clemente Jr, der Sohn des Herzogs. Er bezeichnete die Aussagen des Briten als böswillige Verleumdung und verlangt, dass Sting sich bei seiner Familie entschuldigt. "Nichts könnte dem Charakter, den Gewohnheiten und dem Verhalten meines Vaters fremder sein, als sich wie ein betrügerischer Gastwirt zu verhalten", heißt es in einem Statement, das die Zeitung "Il Fatto Quotidiano" veröffentlichte.

Besonders ärgere es ihn, dass Sting die Anschuldigungen nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2012 erhebe, sagte der Sohn des Herzogs. Die jetzt getätigten Äußerungen seien nur eine geschmacklose Marketingstrategie, um die Verkäufe anzukurbeln. Zudem kritisierte Simone San Clemente Jr die Umbaumaßnahmen, die der Musiker an dem historischen Bau vornehmen ließ. Mit dem ursprünglichen Haus habe das nichts mehr zu tun, es gebe einen großen Pool, ein Fitnessstudios und ein Yogastudio. "Das Palagio ist jetzt ein Resort im Palm-Beach-Stil", schimpfte der Italiener.

jum

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