Drogen-Affäre Immendorff muss vor Gericht


Für 27 Parties mit Prostituierten und Drogen in einem Düsseldorfer Luxushotel muss sich der Maler und Kunstprofessor Jörg Immendorff verantworten. Der Prozess soll am 20. Juli beginnen.

Der Maler Jörg Immendorff (58) muss wegen seiner Sex- und Drogenaffäre vor Gericht. Die Anklage der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft sei vom Landgericht in vollem Umfang zur Verhandlung zugelassen worden, das Hauptverfahren gegen Immendorff sei eröffnet, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Dem Kunstprofessor wird Drogenbesitz in 27 Fällen vorgeworfen. Der Prozess soll am 20. Juli beginnen.

In einem Fall soll Immendorff die Grenze einer geringen Menge Kokainbesitz überschritten haben, was als Verbrechen gilt. Binnen drei Jahren soll der nach dem Skandal suspendierte Hochschullehrer 27 Drogen- und Sexpartys mit Prostituierten in einem Düsseldorfer Luxushotel gefeiert haben. Im vergangenen August hatten Polizisten und Staatsanwälte Immendorff in einer Suite mit neun Prostituierten überrascht. Auf einem Tablett war das Kokain gebrauchsfertig in Linien ausgebreitet.

Lehrstuhl gefährdet

Der 58-Jährige hatte sofort ein Geständnis abgelegt. Die Ermittler werfen ihm auch vor, in einem Fall im April vergangenen Jahres Kokain fahrlässig mehreren Prostituierten überlassen zu haben. Immendorff droht eine Haftstrafe von mehr als einem Jahr und damit der Verlust seines Lehrstuhls an der Düsseldorfer Kunstakademie und seiner Beamtenrechte. Da der 58-Jährige allerdings Hinweise auf die Herkunft des Rauschgifts gab, könnte das Gericht nach dem Betäubungsmittelgesetz aber auch unter der Strafhöhe bleiben.

DPA DPA

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