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"Schwängere nicht meine Tochter!": Beyoncés Ex packt aus über ihren Karrieredrill

Beyoncé und Jay Z sind so präsent, dass man gar nicht mehr denkt, es habe eine Zeit vor ihrer Liaison gegeben. Jetzt aber packt ihre erste große Liebe aus und gibt Einblick in die Maschinerie Beyoncé.

Beyoncé Knowles guckt ernst

Beyoncé arbeitet an ihrer Karriere, seitdem sie fünf Jahre alt ist. Ihr größter Unterstützer und Drillmeister damals: ihr Vater Mathew Knowles.

Beyoncé und Jay Z sind das Paar der Musikwelt. Sie setzen Trends, machen Millionen, die Obamas sind gute Freunde und ihr sauberes Image ist ihnen heilig. Mit ihrer Musik und anderen Unternehmungen sind sie zusammen rund eine Milliarde Dollar schwer. Das Power-Paar ist so allgegenwärtig, dass man fast vergisst, dass es eine Zeit vor ihrer Beziehung gab. Lyndall Locke, die erste große Liebe der Sängerin, ändert das jetzt in einem Interview mit der britischen "Daily Mail" und erzählt vom Drill in ihrer Jugendzeit.

Sie sei immer auf ihre Karriere fixiert gewesen, erzählt Locke, der den Star aus Houston über die spätere Destiny’s Child-Kollegin Kelly Rowland kennen lernte, als sie 12 Jahre alt war. "Sie hat mit dem Singen angefangen, als sie fünf war und ihre Eltern haben das unterstützt. Da war ein Beyoncé-Schnellzug unterwegs Richtung Ruhm und du bist mitgefahren oder nicht. Manche sind vom Zug gefallen, andere gesprungen."

Familie kurz vor Pleite

Zehn Jahre lang blieb Locke auf dem Zug und erlebte die Maschinerie rund um ihren Aufstieg mit. Ihr Vater Mathew Knowles gab seinen Job auf und steckte alles Ersparte in die Karriere seiner Tochter. Fast seien sie pleite gewesen. Auch den heute 36-Jährigen nahm er sich damals zur Brust, damit "Projekt Beyoncé" auch ja von Erfolg gekrönt ist. "Er erklärte mir, ich soll's nicht versauen", sagt er. Für Locke eindeutig ein Synonym für 'Schwängere bloß nicht meine Tochter!'

Auch Beyoncé selbst sei stets fixiert auf ihr Weiterkommen gewesen. Ihr Ex-Freund erinnert sich, dass der Popstar während des Joggens laut Songs schmetterte. Sie habe ihm damals erklärt, ihr Vater hätte gesagt, das würde ihr Lungenvolumen und ihre Atemtechnik verbessern. Sie müsse schließlich in der Lage sein, stundenlang auf der Bühne zu performen, wenn sie ein Star ist.

"Sie brauchte jemanden wie Jay Z"

Beyoncé, die sich gern als "einfaches Mädchen aus Houston darstellt“, veränderte sich im Laufe der Beziehung und wurde selbst zu einem Kontrollfreak. Die harte Arbeit und Disziplin hat sich gelohnt:. Mit Destiny’s Child feierte sie Mitte/Ende der Neunziger erste Erfolge. Lyndall Locke blieb zurück. "Beyoncés Karriere nahm Fahrt auf und ich war immer noch das Kleinstadtkind. Während sie ihr zweites Album promotete, saß ich zu Hause und habe Gras geraucht", reflektiert er.

Als die Texanerin 2003 auf Welttournee ging, folgte nach zehn Jahren Beziehung die Trennung. Die Annäherungen mit Jay Z habe sie damals noch verleugnet. Locke, der heute ein Catering-Unternehmen unterhält, sei aber nicht verbittert. "Ich hab die Veränderungen in ihr beobachtet. Sie brauchte jemanden wie Jay Z, um weiterzukommen", räumt er ein, "Ich sagte ihr einmal, dass sie ein ganz neuer Mensch wird. Sie schaute mich an und sagte: 'Ich bin ein neuer Mensch.'"

Andra Wöllert