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Gerichtsverhandlung Chris Brown schweigt zu Pügel-Attacke auf Rihanna


Nach dem handgreiflichen Streit mit seiner Freundin Rihanna musste sich Sänger Chris Brown wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Wie brutal Brown bei der Schlägerei wirklich vorging, enthüllen nun die Gerichtsakten.

Im grau karierten Anzug, mit Einstecktuch und Krawatte erschien Sänger Chris Brown in Los Angeles vor Gericht. Sein gepflegtes Äußeres konnte jedoch nicht von seinem brutalen Übergriff auf Freundin Rihanna ablenken, wegen dem sich der 19-Jährige vor Gericht verantworten muss. Die Staatsanwaltschaft klagte den Sänger zudem wegen krimineller Drohungen an. Brown war am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) vor Gericht erschienen, ohne aber zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Die zuständige Richterin gab einem Antrag von Browns Anwälten statt, dass sich der Musiker nun erst am 6. April zu der Anklage äußern muss.

Im Falle eines Prozesses mit einer Verurteilung droht Brown eine Höchststrafe von vier Jahren und acht Monaten im Gefängnis, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Sandi Gibbons, laut "People.com" mit. Er könnte aber auch mit einer Bewährungsstrafe davonkommen. Möglicherweise wollten Browns Anwälte mit der Staatsanwaltschaft einen Deal aushandeln, bei dem sich Brown schuldig bekennt und im Gegenzug eine mildere Strafe erhält, berichtete der Internetdienst "Tmz.com".

Brown war im grauen Anzug mit Krawatte vor Gericht erschienen. Die Richterin wies ihn an, niemanden zu "verärgern, zu verfolgen, zu belästigen, zu bedrohen oder Gewalt anzuwenden". Rihannas Anwälte waren ebenfalls anwesend. Sie reichten keinen Antrag ein, der Brown eine Kontaktsperre mit Rihanna auferlegt hätte. Ihrem Anwalt Donald Etra zufolge würde Rihanna aber - "wenn es verlangt wird" - vor Gericht aussagen. "Sie hat sich schon erholt, und es geht ihr recht gut", teilte Etra in der Sendung "Entertainment Tonight" mit.

Rihanna war bei dem Streit Anfang Februar im Gesicht verletzt worden. Ein kürzlich aufgetauchtes Polizeifoto zeigt die 21-Jährige mit geschwollenem Gesicht, Verletzungen auf den Wangen und blutigen Lippen. In den am Donnerstag vorgelegten Gerichtsakten ist von dem Opfer erstmals als "Robyn F." die Rede. Rihannas bürgerlicher Name lautet Robyn Rihanna Fenty. Laut eidesstattlicher Erklärung des Polizisten De Shon Andrews kam es zu dem Streit zwischen Brown und Rihanna am 8. Februar, nachdem die junge Frau auf Browns Handy eine SMS von einer anderen Frau entdeckt hatte. Brown habe Rihanna so fest geschlagen, dass ihr Mund voller Blut gewesen sei. Außerdem habe er versucht, seine Begleiterin zu würgen, als sie ihm die Wagenschlüssel wegnehmen wollte. Die junge Frau habe fast das Bewusstsein verloren, aber sich weiter gewehrt und sogar versucht, ihm das Auge auszudrücken, berichtete der Polizist.

Knapp drei Wochen nach dem Vorfall wurden Rihanna und Brown wieder Seite an Seite gesehen. Laut US-Medienberichten hat sich der Sänger bei seiner Freundin entschuldigt. Eine Quelle aus dem Umfeld des Paares erzählte "People.com", die beiden hätten sich versöhnt und seien "ganz sicher wieder zusammen".

DPA/AP AP DPA

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