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Gerüchteküche: Mette-Marit ist verstimmt

Der Osloer Hof klagt die deutsche Medien an: Die betont-aggressive Berichterstattung zeichnet angeblich ein völlig falsches Bild der norwegischen Prinzessin.

Betont aggressive Berichte deutscher Medien über Prinzessin Mette-Marit sorgen für kräftige Verstimmung am Osloer Hof. "Das ist alles andere als schön. Die Prinzessin erkennt sich in dem Bild, das deutsche Medien da zeichnen, überhaupt nicht wieder", sagte Hofsprecherin Wenche Rasch am Donnerstag, nachdem die Prinzessin in diesem Monat auch in seriöseren Blättern in Deutschland wieder als angeblich kaufsüchtig, übergewichtig, scheidungswillig und generell todunglücklich dargestellt worden war.

"Es wird ein falsches Bild gezeichnet, wenn man behauptet, dass sie schwanger ist oder sogar Zwillinge erwartet, dass sie eine Fehlgeburt hatte, untreu ist, mit dem Kronprinzen vor der Scheidung steht", versichert die Hofsprecherin. All das sei einfach falsch. "In Wirklichkeit ist das Kronprinzenpaar in London mit Studien und Familienleben ausgefüllt". Gegen die neben Deutschland auch noch in Spanien kräftig kursierenden Meldungen will der Hof in Oslo möglicherweise auch gerichtlich vorgehen: "Der Hof wird fortlaufend die Einleitung juristischer Schritte gegen unwahre Behauptungen prüfen."

"Gejagtes Wild in Deutschland"

Tatsächlich ist in Norwegen selbst noch nicht einmal in "ganz harten" Klatschblättern vom angeblich steilen Abstieg der vor anderthalb Jahren ins Königshaus eingeheirateten Bürgerstochter Mette-Marit Tjessem Høiby etwas zu finden. Das Osloer Boulevardblatt "Dagbladet" gab Anfang des Jahres die bösesten Behauptungen aus deutschen Federn wieder und versah das Ganze mit der Überschrift "Gejagtes Wild in Deutschland: Rohe Gerüchteküche um Mette-Marit".

Dabei war die blonde Skandinavierin bei der "Traumhochzeit" mit Haakon im August 2001 gerade in Deutschland zu einem unbestrittenen Medienstar aufgestiegen. Als sie wegen Verbrennungen im Gesicht durch TV-Scheinwerfer im folgenden Jahr eine Visite in mehreren deutschen Städten absagen musste, war die Enttäuschung groß. Der plötzliche Stimmungswechsel in den Medien könne einfach mit dem "sehr großen Markt" für Klatschblätter zusammen hängen, sagt Hofsprecherin Rasch, was der Sache aber nicht die Brisanz zu nehmen scheint: "Die falschen Behauptungen in der deutschen und spanischen Presse über das Kornprinzenpaar sind ein ständig zunehmendes Problem."

Thomas Borchert / DPA
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