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Grace Kelly: Die kühlste aller Blondinen

Sie war der Inbegriff von Stil und Schönheit und ist auch heute noch eine Legende: Grace Kelly, die Fürstin Gracia Patricia von Monaco.

Wer so gelebt hat und so gestorben ist wie Gracia Patricia, muss sich um den Nachruhm nicht sorgen. Die schöne Amerikanerin stieg als Millionärstochter zum Hollywood-Star Grace Kelly und dann zur glanzvollen Fürstin des Zwergstaates Monaco auf. Mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrem Unfalltod am 14. September 1982 ist Alfred Hitchcocks populärste seiner kühlen Blondinen präsent wie eh und je.

Eine unnahbare Schönheit

Die 1929 geborene Tochter eines Selfmade-Millionärs und einer deutschstämmigen Mutter hatte in ihrem bürgerlichen Leben in zwei Klassikern Hollywoods mitgewirkt, die auch in ferner Zukunft immer wieder gezeigt werden dürften: An der Seite Gary Coopers in dem Western "12 Uhr Mittags" und neben James Stewart in Alfred Hitchcocks Meisterwerk "Das Fenster zum Hof". Schon während ihrer Studienzeit hatte sich die makellose Schönheit aus Philadelphia als Fotomodell und mit Nebenrollen beim Fernsehen profiliert.

Hollywood wurde auf Kelly aufmerksam. Bereits der zweite Filmauftritt in Fred Zinnemanns dramatischem Western, in dem sie eine junge Quäkerin spielte, machten die junge Frau, die wie eine Inkarnation von Reinheit und Sauberkeit erschien, weltberühmt. Drei Mal stand sie dann für den Großmeister des Spannungskinos, den genialen Briten Alfred Hitchcock, vor der Kamera. Grace Kelly galt als "neue Ingrid Bergman". Doch sie erhörte den Heiratsantrag von Fürst Rainier III. von Monaco und wurde nach der Traumhochzeit im April 1956 als Gracia Patricia die Hauptattraktion eines Operettenstaates, der bis dahin nur für seine exklusive Spielbank bekannt war.

Ihre letzte große Rolle

Zwei Töchter und einen Sohn gebar die amerikanische Wahlaristokratin, dazu leistete sie, wenngleich gewiss nicht freiwillig, der Klatschpresse der westlichen Welt unschätzbare Dienste als stetes Objekt neugieriger Begierde. Dabei spielte Gracia ihre letzte Rolle so perfekt und untadelig wie vorher auf der Leinwand. Umso größer war der Schock, als sie nach dem Autounfall ihren Verletzungen erlag. Das tragische Ende von 1982 ist noch immer von Gerüchten und dubiosen Verdächtigungen umwittert. Und längst ist auch klar, dass die Blondine in ihrer Zeit beim Film Männern so unnahbar nicht war, wie sie wirkte. Aber all das trägt nur dazu bei, eine Frau nicht zu vergessen, deren Leben ein Märchen war, das die Wirklichkeit schrieb.

Wolfgang Hübner/AP / AP