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Gwyneth Paltrow: Gab es gar kein "Conscious Uncoupling"?

Von der Überschrift eines Artikels von Gwyneth Paltrow über ihre Trennung wurde der Begriff zum Promiwort 2014: "Conscious Uncoupling", bewusstes Entkuppeln. In einem Interview verrät Paltrow jetzt, der Begriff stamme gar nicht von ihr.

Ewig jugendlich, geschäftssinnig und ein wenig gruselig: Schauspielerin und Businessfrau Gwyneth Paltrow.

Ewig jugendlich, geschäftssinnig und ein wenig gruselig: Schauspielerin und Businessfrau Gwyneth Paltrow.

Gwyneth Paltrow, die Unterkühlte, die strenge Yoga-Königin, Trendsetterin der Genuss-Askese. Man weiß nicht, ob man sie bewundern soll, sie verachten - oder sie ein wenig gruselig finden. Sie ist die Personifizierung ihrer Lifestyle-Plattform "Goop", ein zeitweise übernatürliches Wesen, die mit 42 immer noch makellos schön und straff daherkommt (und man munkelt, es sei nicht nur Photshop). Die ihren Fans dazu rät, die Vagina bedampfen zu lassen (danach fühle man sich sehr sauber). Und die bei einem Ernährungsexperiment "Ernähre dich eine Woche lang mit einem Budget von 29 Dollar", beinahe ausschließlich grünes Gemüse kauft, um das Experiment für eine halbe Tüte Lakritz abzubrechen. 

Niemanden hat es also verwundert, als sie 2014 mit einem Artikel auf "Goop" um die Ecke kam, in dem sie die Trennung von ihrem Mann Chris Martin verkündete. Mit Herzen voll der Trauer habe man entschieden, sich zu trennen, bewusst. Conscious Uncoupling eben.  Eine Art Lebenshilfeprojekt, etwas Spirituelles, kein schmerzhafter Rosenkrieg. Die Presse bejubelte den Begriff als neue Art des Trennung; Paltrow steckte viel Häme ein, mehr oder weniger subtil.

Eineinhalb Jahre später behauptet Paltrow jedoch: Sie habe gar nicht gewusst, dass der Artikel mit der Trennungsnachricht mit "Conscious Uncoupling" überschrieben worden sei. "Als ich auf der Webseite verkündete, dass ich mich trennen werde, betitelte sie (die Redaktionsleiterin von Goop, Elise Loehnen) ihn mit 'Conscious Uncoupling' und ich hatte keine Ahnung", sagte sie in einem Interview mit "Fast Company".

Dennoch tingelte Paltrow durch Radiosendungen und absolvierte Pressetermine, bei denen sie das Trennungsprinzip erklärte. Zudem postete sie einen Artikel über die Philosophie des Prinzips auf ihrer Webseite. Der Begriff stammt von Dr. Habib Sadeghi und Dr. Sherry Sami. 

Im Interview verriet Paltrow darüber hinaus, wie sie ihre verschiedenen Karrieren auspendele. Sie glaube an das '&', sagt sie. "Ich sehe das nicht so, dass ich irgendetwas verlasse. Ich sehe es so: In diesem Jahr werde ich wohl keinen Film machen oder wahrscheinlich keine TV-Show oder ein Theaterstück, sondern fokussiere mich auf mein Geschäft."

Das, da besteht keinerlei Zweifel, beherrscht sie hervorragend.


val
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