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Royals Harry und Meghan erklären den britischen Boulevardmedien den Krieg

Meghan und Prinz Harry
Prinz Harry und Meghan Markle wollen mit den britischen Boulevardmedien nichts mehr zu tun haben.
© Justin Tallis / AFP
Die permanenten Attacken zeigen ihre Wirkung: Harry und Meghan haben einen Brief an die Chefredakteure der britischen Boulevardzeitungen geschrieben - und ein Ende jeglicher Kooperation angekündigt.

Schon seit Langem hat sich die britische Boulevardpresse auf Prinz Harry und seine Frau Meghan Markle eingeschossen. Nicht lange nach der Traumhochzeit des Paares im Mai 2018 setzten die Attacken ein. Egal, was die beiden gemacht haben - es wurde ihnen negativ ausgelegt. Spätestens seit der Herzog und die Herzogin von Sussex ihren Rückzug von ihren royalen Verpflichtungen und den Umzug nach Übersee bekannt gaben, ist aus Mäkelei offene Feindseligkeit geworden.

Daraus haben Harry und Meghan nun die Konsequenzen gezogen. Am Sonntagabend schickten sie den Chefredakteuren der "Sun", der "Daily Mail", dem "Mirror" und dem "Daily Express" einem Brief, in dem sie ankündigten, ab sofort Anfragen von Journalisten dieser Titel zu ignorieren. Es werde keine Kontakte zu diesen Blättern mehr geben - ausgenommen über die Anwälte des Paares.

In dem Brief, der sich wie eine Abrechnung mit den Methoden der Boulevardpresse liest, gaben die beiden Royals ihre Weigerung bekannt, sich für Clickbaiting und Verfälschung der Wahrheit zur Verfügung zu stellen. Den angeschriebenen Medien warfen sie vor, Geschichten zu veröffentlichen, die verzerrt beziehungsweise falsch seien oder sie ohne jeden Grund angriffen.

Harry und Meghan kämpfen schon lange mit der Presse

Damit ist nun das Tischtuch zwischen Harry und Meghan auf der einen und den Boulevardmedien auf der anderen Seite endgültig zerschnitten. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die ihren Ursprung vor sehr langer Zeit hat. Harrys Verhältnis zu Sensationspresse gilt als zerrüttet, seit seine Mutter 1997 auf der Flucht vor Paparazzi in Paris verunglückte. 

In den vergangenen Jahren schritt die Entfremdung zwischen Harry und den britischen Medien weiter voran. 2016 sprach der jüngste Sohn von Prinz Charles bereits von einer medialen "Hetzkampagne", später warf Harry "Mirror" und "Sun" vor, sein Handy gehackt zu haben.

Prinz Harry und Herzogin Meghan

Im vergangenen Herbst verklagte das Paar die "Mail on Sunday", weil diese einen privaten Brief der Herzogin an ihren Vater veröffentlicht hatte. Ein damals beispielloser Vorgang - gewöhnlich ist das britische Königshaus um ein gutes Verhältnis zu den Medien des Landes bemüht.

Mit dem jüngsten Brief scheint der Bruch mit dem Boulevard nun endgültig vollzogen. Gleichzeitig signalisiert das Paar an andere Medien, gerne weiter mit ihnen zusammenarbeiten zu wollen. Damit senden Harry und Meghan ein klares Signal an die Öffentlichkeit: Glaubt den Boulevardmedien nicht.

Verwendete Quelle:"The Guardian"

che

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