US-Schauspielerin
Hayden Panettiere: „Ich bekam meine Tochter und wusste, etwas stimmt nicht“

Nahaufnahme von Gesicht von Hayden Panettiere
Hayden Panettiere hat eigenen Angaben zufolge heute eine enge Bindung zu ihrer Tochter
© Image Press Agency / Picture Alliance

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Hayden Panettiere hat in einem Podcast tiefe Einblicke in ihr Leben gegeben. Unter anderem erzählte sie, warum sie 2018 entschied, das Sorgerecht für ihre Tochter abzugeben.

Hayden Panettiere gab das Sorgerecht für ihre Tochter Kaya 2018 an ihren Ex-Mann Wladimir Klitschko ab. Die Tochter der beiden lebt seitdem bei dem ehemaligen Profiboxer und wuchs getrennt von ihrer Mutter auf. In der Öffentlichkeit kamen damals schnell die Gerüchte auf, die Schauspielerin würde ihr Kind freiwillig weggeben. Doch die Wahrheit ist dem Filmstar zufolge viel komplexer. Im Podcast „On Purpose“ von Jay Shetty gibt sie Einblicke in ihre damalige Gefühlslage.

Hayden Panettiere hatte mit Depressionen zu kämpfen

Hayden Panettiere habe schon in jungen Jahren davon geträumt, Mutter zu werden. Doch als ihre Tochter zur Welt kam, erkrankte die 36-Jährige an Depressionen. „Ich bekam meine Tochter und ich wusste, etwas stimmt nicht. Es war schrecklich“, erinnert sie sich. Es sei ihr schwergefallen, eine Verbindung zu ihrem Kind herzustellen. „Ich war gestresst und hatte Angst, die ganze Zeit“, so die Schauspielerin. Sie habe mit psychischen Problemen, Angstzuständen und Wochenbettdepressionen zu kämpfen gehabt. „Ich hatte das Gefühl, mich selbst völlig verloren zu haben“, sagt sie.

Zudem entwickelte Hayden Panettiere eine Suchterkrankung. Was darauf folgte, beschreibt sie als „Kreislauf aus Kampf gegen Depressionen, Angstzustände, Alkoholismus und Drogenmissbrauch“. Sie habe sich hilfesuchend an ihren damaligen Mann gewandt. „Ich kann so nicht weiterleben. Etwas läuft gewaltig schief“, habe sie ihm gesagt. 2015 begab sich der Filmstar freiwillig in eine Behandlungsklinik wegen postpartaler Depressionen. Tochter Kaya habe damals schon die meiste Zeit bei ihrem Vater in der Ukraine verbracht. 

„Das kann man nicht in Worte fassen“

Dort habe die heute Elfjährige sich gut eingelebt, sie habe Freunde und Hobbys gefunden und begonnen, die Sprache zu lernen. „Als ich endlich wieder gesund war, hatte ich das Gefühl, es wäre unfair und egoistisch von mir gewesen, sie aus diesem Leben herauszureißen, das sie sich aufgebaut hatte“, so Panettiere. 2018 gab sie das Sorgerecht ab und überließ Klitschko die Hauptbetreuung.

Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung sei ihr die Entscheidung unglaublich schwergefallen. „Die Tatsache, dass mein Kind nicht mehr den ganzen Tag, jeden Tag bei mir sein würde, das kann man nicht in Worte fassen.“ Zu den Gerüchten, die damals aufkommen, sagt sie in dem Podcast: „Die Vorstellung, dass irgendjemand denken könnte, ich würde mein Kind einfach so weggeben und damit einverstanden sein, ist herzzerreißend. Das könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein.“

Im Nachhinein ist Panettiere der Ansicht, dass sie und Klitschko die richtige Entscheidung in Bezug auf ihre Tochter getroffen haben. Die Schauspielerin habe einen engen Kontakt zu ihrer Tochter. „Wir sprechen über sehr tiefgründige Dinge. Wir haben eine unglaublich intensive Bindung.“ So oft wie möglich reise sie in die Ukraine, um Zeit mit Kaya zu verbringen. „Sie fühlt sich in keiner Weise verlassen, und darauf achte ich sehr genau“, betont der Filmstar.

In wenigen Tagen, am 19. Mai, erscheinen die Memoiren von Hayden Panettiere, die den Titel „This is Me: A Reckoning“ (zu Deutsch: „Das bin ich: Eine Abrechnung“) tragen. Bereits im Vorfeld hat sie Einblicke in das Werk gegeben. Unter anderem sprach sie über die toxische Beziehung zu ihrer Mutter.

lhi

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