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Streit um Brief an ihren Vater Wieder ein Sieg für Meghan – aber der Kampf könnte noch nicht zu Ende sein

Herzogin Meghan im Jahr 2019
Herzogin Meghan wird die Vorwürfe des Mobbings trotz Dementi nicht los
© imago images/i Images
Erneuter juristischer Erfolg für Herzogin Meghan: Die Frau von Prinz Harry hat im Streit um die Veröffentlichung eines Briefes an ihren Vater auch das Berufungsverfahren gegen den Verlag der "Mail on Sunday" gewonnen. Die Zeitung denkt nun über eine Berufung vor dem Obergerichtshof nach.

Im Rechtsstreit zwischen Herzogin Meghan und der britischen Zeitungsgruppe Associated Newspapers um einen Brief der 40-Jährigen an ihren Vater ist das Urteil in zweiter Instanz gesprochen worden. Meghan hatte den Verlag wegen der Veröffentlichung des Briefes, den sie nach ihrer Hochzeit mit Prinz Harry im Mai 2018 geschrieben hatte, verklagt und im Februar vor einem Londoner Gericht Recht bekommen. Das wollte die Zeitungsgruppe nicht hinnehmen und ging in Berufung.

Herzogin Meghan spricht von  "Sieg nicht nur für mich"

In seinem Urteil wies das Gericht am Donnerstag die Berufung zurück. "Es war schwer zu erkennen, welche Beweise bei der Verhandlung hätten vorgelegt werden können, die die Situation geändert hätten", erklärte Richter Sir Geoffrey Vos. Das erste Urteil, wonach es zwar verhältnismäßig gewesen wäre, einen sehr kleinen Teil des Briefes, aber nicht die Hälfte des Inhalts zu veröffentlichen, wie es ANL getan hatte, sei korrekt gewesen. Die Mail on Sunday kündigte am Mittag an, dass man sich mit dem Urteil nicht zufrieden geben werde. Man wolle nun überprüfen, vor dem britischen Obergerichtshof in Berufung zu gehen, kündigte die Zeitung an. 

Meghan bezeichnete die Entscheidung als "Sieg nicht nur für mich, sondern für jeden, der jemals Angst hatte, für das Richtige einzutreten". Das Urteil sei zwar ein Präzedenzfall, "aber das Wichtigste ist, dass wir jetzt gemeinsam mutig genug sind, um eine Boulevardindustrie umzugestalten, die Menschen dazu bringt, grausam zu sein, und die von den Lügen und dem Schmerz profitiert, den sie verursacht".

Vom ersten Tag an habe sie den Prozess als einen wichtigen Maßstab für Recht und Unrecht betrachtet, teilte die Herzogin in einer Erklärung mit und warf der Zeitungsgruppe Tatsachenverdrehung und Manipulation der Öffentlichkeit vor, um mehr Schlagzeilen zu erzeugen und mehr Zeitungen zu verkaufen. In den fast drei Jahren, die seit Beginn des Verfahrens vergangen seien, habe sie "Täuschung, Einschüchterung und kalkulierte Angriffe" ertragen müssen.

"Heute haben die Gerichte – wieder einmal – zu meinen Gunsten entschieden und damit bestätigt, dass die Mail on Sunday [...] gegen das Gesetz verstoßen hat, schrieb Meghan. Die Gerichte hätten die Beklagten zur Rechenschaft gezogen, "und ich hoffe, dass wir alle damit beginnen, dasselbe zu tun". 

Im Februar hatte ein Richter am Londoner High Court Meghans handgeschriebenen Brief als "persönlich und privat" und die Veröffentlichung daher als rechtswidrig eingestuft. Der Verlag der "Mail on Sunday" stützte sich in der Berufung unter anderem auf die Zeugenaussage des ehemaligen PR-Beraters der Herzogin, Jason Knauf. Dieser sagte aus, Meghan habe den Brief in dem Bewusstsein verfasst, dass sein Inhalt durchsickern könnte. Zu ihrem von ihrer Mutter geschiedenen Vater Thomas Markle hat Meghan ein schwieriges Verhältnis.

Quelle: "Hello Magazine", Omid Scobie auf Twitter, AFP

mad

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