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Alles gefälscht: Fake-Urlaub auf Bali: Influencerin postet tolle Fotos – in Wirklichkeit ist sie bei Ikea

Natalia Taylor ist Influencerin. Ihr folgen auf Youtube zwei Millionen Menschen. Sie weiß also, wie man online für Aufmerksamkeit sorgt – und auch, wie man die Follower hinters Licht führt.

Natalia Taylor

Natalia Taylor liegt in einer Badewanne – allerdings nicht in Indonesien ...

Zwei Millionen Follower auf Youtube, mehr als 300.000 auf Instagram: Natalia Taylor ist Influencerin, lädt regelmäßig Beauty- und Lifestyle-Videos hoch und zeigt Bilder ihres oft scheinbar glamourösen Lebens. Nun allerdings hat Taylor bewiesen, dass sie sich und das Leben als Influencerin nicht zu ernst nimmt – und hat mit einem bemerkenswerten Prank gezeigt, wie leicht sich die Follower in den sozialen Netzwerken hinters Licht führen lassen.

Natalia Taylor: Influencerin deckt eigenen Fake auf

Vor wenigen Tagen lud Taylor Bilder von einem vermeintlich luxuriösen Urlaub auf Bali auf Instagram hoch, war in Wahrheit allerdings nicht in Indonesien, sondern bei Ikea. Nun löste sie auf Youtube die Aktion selbst auf und veröffentlichte ein Video mit dem Titel: "I faked a vacation at Ikea".

In diesem Video erzählt sie, dass der Prank ein Test gewesen sei. Sie wollte herausfinden, ob sie es tatsächlich schaffen würde, auf Instagram einen kompletten Urlaub auf Bali zu faken, indem sie ausschließlich Bilder postet, die sie im Möbelhaus aufgenommen hat.

Taylors Vorgehen war maximal simpel: Sie schminkte sich zuhause und zog sich ein passendes Kleid an, ging mit einer befreundeten Fotografin zu Ikea und setzte sich dort auf diverse Möbelstücke, lehnte an Wänden und legte sich sogar in eine Badewanne.

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The queen has arrived 🌊💖 #bali

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"Die anderen Kunden haben das natürlich bemerkt, weshalb das schon ziemlich seltsam war", erzählt Taylor. Sie ließ sich dennoch nicht aus dem Konzept bringen, zumindest bis ein Mitarbeiter auf sie aufmerksam wurde, und nahm Bilder auf, die auch aus einem Hotel hätten stammen können. Jedenfalls meistens. Denn: Wenn man genau hinschaut, sieht man in einigen Aufnahmen durchaus Details, die nicht zu einem Urlaub auf Bali passten – zum Beispiel ist auf einem Bild ein Beschreibungsetikett des Möbelhauses zu sehen.

Doch wer zoomt auf Instagram an Aufnahmen heran, um wirklich jedes Detail zu betrachten? Offensichtlich die wenigsten. Taylor war das bewusst – und weil sie ein Profi ist, ließ sie auch verwackeltes Material für die Instagram-Storys fotografieren. Denn: Das wirkt authentisch.

Der Rest war ein Selbstläufer. Taylor nutzte das Bildmaterial, klaute sich ein paar Fotos von Flugzeugen und Hotelpools online zusammen und veröffentlichte die Bilder mit den passenden Hashtags und Ortsangaben.

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Sie wirkt in ihrem Video so, als könne sie selbst nicht glauben, dass niemand bemerkt hat, welches Spiel sie da spielte: "Ihr Leute da draußen, ihr seid verrückt. Ich liebe euch! Ihr glaubt mir alles und hinterfragt nicht, was ich da hochlade." Denn Fakt ist, und das ist ihr Fazit: "Ich bin damit durchgekommen. Niemand hat es bemerkt. Und meine Lehre aus der Aktion ist: Traut nicht allem, was ihr im Internet seht. Wenn euch jemand anlügen möchte, kann er das ziemlich einfach schaffen."

sw
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