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Cathriona White: Jim Carreys Ex-Freundin suchte Hilfe bei Scientology

Sie soll Mitglied bei Scientology gewesen sein: Cathriona White versuchte offenbar, ihre Depressionen mithilfe einer umstrittenen Methode der Sekte zu bekämpfen. War Scientology auch der Trennungsgrund von Jim Carrey?

Von Andreas Renner, Los Angeles

Cathriona White und Jim Carrey

Da waren sie gerade wieder zusammen gekommen: Cathriona White und Jim Carrey im Mai 2015 bei einem gemeinsamen Spaziergang durch Manhattan.

Ihre Beziehung glich einer Achterbahnfahrt. Mal waren sie ein glückliches Paar, nur kurze Zeit später war wieder alles aus. Doch für die 28-jährige Make-up-Spezialistin Cathriona White stand fest: Jim Carrey ist der Mann ihres Lebens. Doch am 24. September zerbrach die Beziehung endgültig. Am Montag darauf wurde White leblos in ihrer Mietswohnung in Sherman Oaks nahe Los Angeles aufgefunden. Die Polizei geht von einem Suizid aus. Neben ihrem Körper fand man Tabletten und einen Abschiedsbrief, in dem auch Jim Carrey genannt wurde. Wie die britische Tageszeitung "Daily Mail" unter Berufung auf den renommierten Scientology-Spezialisten Tony Ortega berichtet, war White seit mehreren Jahren Mitglied von Scientology. Freunde des Musikers Beck's hätten die gebürtige Irin angeworben, weil sie an Depressionen litt, die sie mit Tabletten und Alkohol zu bekämpfen versuchte.


Im sogenannten Scientology Hollywood Celebrity Center habe sich Cathriona White seit längerem einem Entgiftungsprogramm namens "Purification Rundown" unterzogen. Carrey, so bestätigen nun Freunde aus seinem Umfeld, wusste von Whites Mitgliedschaft bei Scientology. Sie soll eine der Hauptgründe für das Scheitern der Beziehung gewesen sein. „Er macht sich in seinen Comedy-Programmen immer wieder über Scientology lustig, den Verein kann er nicht ernst nehmen“, sagte ein Freund des Komikers. Angeblich habe White versucht, auch Carrey von Scientology zu überzeugen, weil sie um dessen eigene Probleme mit Depressionen wusste. Doch die Methoden der umstrittenen Glaubensgemeinschaft waren für den Komiker keine Option.

Depressionen von Carrey ein offenes Geheimnis

Dass Carrey schon seit vielen Jahren unter schwersten Depressionen leidet, ist ein offenes Geheimnis in Hollywood. Sie sind, so berichten einige seiner Ex-Partnerinnen, auch der Grund dafür, warum Jim Carreys Beziehungen nie von langer Dauer geprägt waren und meist im Chaos endeten. Melissa Womer, Carreys erste Frau, die er 1987 heiratete, erinnert sich: "Das Leben mit einem stark depressiven Mann kann sehr schwierig sein. Er saß manchmal stundenlang auf dem Boden und weinte". Das Paar ließ sich 1995 scheiden. Die zweite Ehe mit Lauren Holly hielt gerade mal acht Monate. Carrey verkündete anschließend, er wolle nie mehr heiraten – und hielt sich bislang an dieses Versprechen. Was seitdem folgte waren meist kurzzeitige Beziehungen mit Schauspielerinnen wie January Jones, Laurie Holden oder Rene Zellweger. Das ehemalige Playboy-Model Jenny McCarthy hielt es ganze fünf Jahre mit Carrey aus - die Trennung verkam zur Schlammschlacht, weil McCarthy den Schauspieler beschuldigte, den autistischen Stiefsohn Evan im Stich zu lassen.

Die lange Spur des Scheiterns in Sachen Liebe sitzt tief bei Carrey. Er würde so gerne sesshaft werden, ein normales Familienleben führen anstatt ständig von einer Beziehung zur nächsten zu hüpfen. Dass die 25 Jahre jüngere Cathriona White auch wieder nur eine Zwischenstation war, daran hatten Bekannte des Schauspielers keinen Zweifel. White hat das gleiche Alter wie Carreys Tochter Jane - der große Altersunterschied war ihm am Ende peinlich. Cathriona White hingegen erhoffte sich eine Zukunft mit dem Komiker – ein Traum, der zerplatzte. Carrey, so hört man in Hollywood, mache sich schwere Vorwürfe wegen des Selbstmordes der jungen Frau. Freunde machen sich große Sorgen um den depressiven Schauspieler.


Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.