HOME
+++ Ticker +++

News von heute: Atze Schröder entschuldigt sich für Nazi-Verbrechen seines Vaters

 Mehr als hundert Prominente fordern Freilassung von Wikileaks-Gründer +++ China halbiert Strafzölle auf US-Importe im Wert von 75 Milliarden Dollar  +++ Die News von heute im stern-Ticker

So kennt man Atze Schröder sonst: lustig und mit Perücke

So kennt man Atze Schröder sonst: lustig und mit Perücke. In der Talkshow von Markus Lanz wurde der Komiker ernst und bekannte: "Es waren viele Tragödien in unserer Familie, die unter den Teppich gekehrt wurden"

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Atze Schröder entschuldigt sich für Nazi-Verbrechen seines Vaters (17.41 Uhr)
  • Bolsonaro bringt Gesetz zur Ausbeutung indigener Gebiete auf den Weg (17.02 Uhr)
  • Escobars "Mörder des Vertrauens" gestorben (15.18 Uhr)
  • Twitter-Umsatz knackt Millardenmarke (13.50 Uhr)
  • Zahl der Neugeborenen ohne eindeutige Geschlechtszuordnung sehr gering (11.21 Uhr)
  • Mehr als hundert Prominente fordern Freilassung von Wikileaks-Gründer (10.29 Uhr)
  • China halbiert Strafzölle auf US-Importe im Wert von 75 Milliarden Dollar (6.10 Uhr)
  • Mehr als 1,5 Millionen Kinder auf Hartz IV angewiesen (4.34 Uhr)

Alle Nachrichten zu der politischen Situation in Thüringen finden Sie hier in unserem separaten Ticker.

Alle Nachrichten zum Coronavirus finden Sie hier in unserem separaten Ticker.

Die News des Tages im stern-Ticker: 

+++ 19.02 Uhr: Mann soll fünfjähriges Mädchen in US-Botschaft in Neu Delhi vergewaltigt haben +++

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi ist ein 25-jähriger Mann wegen der Vergewaltigung eines fünfjährigen Mädchens auf dem Gelände der US-Botschaft angeklagt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann am Sonntag aufgrund einer Anzeiger der Familie des mutmaßlichen Opfers festgenommen. Erste medizinische Tests hätten bestätigt, dass die Fünfjährige vergewaltigt wurde, sagte einer der Ermittler der Nachrichtenagentur AFP.

+++ 17.41 Uhr: Atze Schröder entschuldigt sich für Nazi-Verbrechen seines Vaters +++

Der Komiker Atze Schröder (54) hat sich bei der Holocaust-Überlebenden Eva Szepesi für die Nazi-Verbrechen seines Vaters entschuldigt. "Es waren viele Tragödien in unserer Familie, die unter den Teppich gekehrt wurden", sagte Schröder in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz. Sein Vater, der vor neun Jahren starb, habe als Soldat die "schlimmsten Sachen" im Krieg gemacht. Schröder gab Szepesi in der Sendung die Hand und entschuldigte sich.

Sein Vater sei mit 17 Jahren aus dem Haus gegangen, mit 30 zurückgekehrt. "Nach dem Krieg hat er sich entschieden, diese Tür erstmal zuzumachen und ein gutes Leben zu führen", erzählte Schröder.

Eva Szepesi (87) überlebte den Holocaust als junges Mädchen. Nach der Aufzeichnung der Sendung sagte Schröder, er sei von Szepesis Geschichte so berührt gewesen, dass er das Gefühl hatte, seine Geschichte erzählen zu müssen. "Mich für die Taten meines Vaters und seiner Täter-Generation zu entschuldigen. Wir dürfen nie vergessen!"

Szepesi bezeichnete Schröders Geste nach der Aufzeichnung als "absolut außergewöhnlich". So eine Entschuldigung erlebe sie nur ganz selten, das sei ihr menschlich sehr nahe gegangen. Begleitet wurde Szepesi in der Sendung von ihrer Tochter Anita Schwarz.

+++ 17.39 Uhr: Großbritannien muss 1,3 Milliarden Euro mehr an Brüssel zahlen +++

Großbritannien muss der Europäischen Union für 2019 rund 1,3 Milliarden Euro mehr zahlen als gedacht. Die EU-Kommission bestätigte eine Nachberechnung des Beitrags auf Grundlage der neuesten Wirtschaftsdaten aus dem Vereinigten Königreich. Die neue Rechnung ging demnach ausgerechnet am Tag des britischen EU-Austritts am 31. Januar an London. Im Juni ist der Betrag fällig.

+++ 17.02 Uhr: Bolsonaro bringt Gesetz zur Ausbeutung indigener Gebiete auf den Weg +++

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat einen Gesetzentwurf unterzeichnet, der den Bergbau, die Energiegewinnung und andere wirtschaftliche Aktivitäten in Indigenen Gebieten erlauben soll. Wie die brasilianische Ausgabe der Zeitung "El País" berichtete, wollte Bolsonaro das Projekt am Donnerstag dem Parlament zur Bewilligung vorlegen. Bei einer Zeremonie in Brasília am Mittwoch hatte Bolsonaro von einem großen Schritt gesprochen. Die Freigabe indigener Reservate zur wirtschaftlichen Ausbeutung sei "ein Traum", sagte der rechte Präsident.

+++ 16.49 Uhr: Tote und Verletzte bei schwerem Zugunglück in Italien +++

Bei einem schweren Bahnunfall in Norditalien sind am Donnerstag zwei Lokführer ums Leben gekommen, als die Lok vom Rest des Zuges abriss. Außerdem wurden 31 Menschen bei dem Unglück des Hochgeschwindigkeitszuges auf der Strecke zwischen Mailand und Bologna verletzt, wie die Behörden mitteilten. Nach ersten Ermittlungen entgleiste zunächst gegen 05.30 Uhr der Triebwagen. Ein weiterer Waggon sprang aus den Gleisen und kippte um. An der Unfallstelle in der Nähe von Casal Pusterlengo südöstlich von Mailand lagen Trümmer weit verstreut.

+++ 16.11 Uhr: Missbrauchsfall Bergisch Gladbach: Weiterer Verdächtiger in Haft +++

In einem bundesweiten Kindesmissbrauchsfall, der in Bergisch Gladbach seinen Anfang genommen hat, ist ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Gegen den 57-Jährigen aus Duisburg wurde Haftbefehl wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes und Verbreitens kinderpornografischer Schriften erlassen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln mitteilten.

Demnach ermittelte die Polizei bereits im November gegen den Mann, die Beweislage reichte damals jedoch nicht für einen Haftbefehl aus. Durch Zeugenaussagen und die Auswertung von Chats habe sich gegen den 57-Jährigen nun jedoch ein dringender Tatverdacht wegen Missbrauchs ergeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auf Grundlage dessen habe das Amtsgericht Duisburg den Haftbefehl erlassen. Bei dem Opfer handele es sich nicht um das eigene Kind des Duisburgers.

+++ 15.30 Uhr: Butter wird etwas billiger +++

Die Butterpreise sind in Deutschland wieder leicht gefallen. Mehrere Discounter senkten am Donnerstag den Peis für das 250-Gramm-Paket Deutsche Markenbutter von 1,39 Euro auf 1,35 Euro. Aldi Nord betonte, mit dem Schritt gebe das Unternehmen im Einkauf erzielte Einsparungen an die Kunden weiter. Auch Norma senkte den Butterpreis im gleichen Maße. Der zur Rewe-Gruppe gehörende Discounter Penny kündigte an, er werde auf die Preisinitiative des Wettbewerbs reagieren und den Butterpreis am Samstag entsprechend anpassen.

+++ 15.18 Uhr: Escobars "Mörder des Vertrauens" gestorben +++

Der einst berüchtigtste Killer im Auftrag des ehemaligen Drogenbosses Pablo Escobar ist in Kolumbien gestorben. Das teilte das Nationale Gefängnis- und Haftinstitut INPEC mit. Demnach starb Jhon Jairo Velásquez, alias "Popeye", am Donnerstag an Magenkrebs. Der 57-Jährige hatte sich den Angaben zufolge bereits seit Ende Dezember im Krankenhaus befunden. (Lesen Sie ein großes stern-Crime-Porträt über "Popeye" und seinen härtesten Widersacher bei der Polizei: "Der Killer und sein Jäger").

+++ 14.15 Uhr: Aktivisten: Zwölf Tote bei mutmaßlich israelischen Luftangriffen in Syrien +++

Bei mutmaßlich israelischen Luftangriffen in Syrien sind Aktivisten zufolge mindestens zwölf pro-iranische Kämpfer getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, bei den Toten handele es sich um fünf Syrer sowie sieben Ausländer, die sich in Kiswe südlich der Hauptstadt Damaskus und in Esra in der südlichen Provinz Daraa aufgehalten hätten.

+++ 13.55 Uhr: Medienbericht: Nach Flugzeugunglück in Istanbul Ermittlungen gegen die Piloten +++

Nach dem Flugzeugunglück am Istanbuler Sabiha-Gökcen-Flughafen haben die türkischen Behörden laut einem Medienbericht Ermittlungen gegen die beiden Piloten eingeleitet. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft gehe damit dem Verdacht der Fahrlässigkeit nach, die zum Tod und zu Verletzungen von Menschen geführt habe, berichtete der Staatssender TRT.

+++ 13.50 Uhr: Twitter-Umsatz knackt erstmals die Milliardenmarke +++

Twitter hat im Weihnachtsquartal erstmals in einem Vierteljahr Erlöse von mehr als einer Milliarde Dollar verbucht. "Wir haben einen neuen Meilenstein erreicht" verkündete Vorstandschef Jack Dorsey. In den drei Monaten bis Ende Dezember ließen florierende Werbeeinnahmen den Umsatz im Jahresvergleich um elf Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar (0,9 Mrd Euro) steigen, damit übertraf Twitter die Erwartungen deutlich. Die Aktie kletterte vorbörslich zunächst um über acht Prozent.

+++ 12.58 Uhr: Umfrage: SPD legt in Hamburg weiter zu - FDP muss bangen +++

Vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg baut die SPD einer Umfrage zufolge ihren Vorsprung auf die Grünen aus. Würde am kommenden Sonntag gewählt, kämen die Sozialdemokraten auf 34 Prozent, wie Umfrage von Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk ergab. Gegenüber der vorherigen NDR-Umfrage wäre dies ein Plus von zwei Prozentpunkten. Die Grünen liegen demzufolge als zweitstärkste Kraft unverändert bei 27 Prozent.

Die CDU würde gegenüber der vorherigen Umfrage zwei Punkte einbüßen und käme nur noch auf 14 Prozent. Das wäre das historisch schlechteste Ergebnis für die Christdemokraten in Hamburg. Während der Wiedereinzug der Linken und der AfD mit 8 beziehungsweise 7 Prozent sicher erschiene, müsste die FDP mit nur noch 5 Prozent bangen.

+++ 12.13 Uhr: DuMont verkauft "Hamburger Morgenpost" an Manager +++

Die DuMont-Mediengruppe trennt sich von der "Hamburger Morgenpost" (Mopo). Der Wirtschaftsingenieur und Digitalmanager Arist von Harpe wolle das Traditionsmedium neu aufstellen und ihm eine langfristige Perspektive geben, teilte DuMont mit. Er übernehme sowohl das Printgeschäft als auch den Digitalbereich der Zeitung. In der Mitteilung wurde von Harpe mit den Worten zitiert: "Ich glaube fest an das Potenzial der Marke und möchte den Fokus auf echten Lokaljournalismus weiter schärfen und damit die Hamburger noch mehr begeistern."

+++ 12.01 Uhr: ADAC: Deutsche stehen länger im Stau - Anzahl nimmt aber ab +++

Die Gesamtdauer der auf deutschen Autobahnen gemeldeten Staus hat im vergangenen Jahr laut ADAC deutlich zugenommen. Zugleich nahm sowohl die Zahl als auch die Gesamtlänge der gemeldeten Staus ab, wie der Allgemeine Deutsche Automobil-Club in München mitteilte. Insgesamt stockte der Verkehr 2019 bundesweit 521.000 Stunden lang - ein Plus von knapp 14 Prozent. Dabei gab es mit rund 708 500 gemeldeten Staus fünf Prozent weniger als im Vorjahr, auch deren Gesamtlänge nahm mit rund 1,42 Millionen Kilometern um sieben 7 Prozent ab.

+++ 11.52 Uhr: Israelischer Polizist durch Schüsse in Jerusalems Altstadt verletzt +++

Bei einem weiteren Anschlag in Jerusalem ist ein israelischer Polizist verletzt worden. Ein Polizeisprecher sagte: "Ein Terrorist hat das Feuer auf einen Grenzpolizisten eröffnet." Andere Polizeibeamte hätten in der Altstadt nahe des Tempelbergs (Al-Haram al-Scharif/Edles Heiligtum) auf den Angreifer geschossen und ihn außer Gefecht gesetzt. Die israelische Zeitung "Haaretz" schrieb, der Täter sei dabei getötet worden. Dafür gab es aber zunächst keine offizielle Bestätigung.

+++ 11.21 Uhr: Zahl der Neugeborenen ohne eindeutige Geschlechtszuordnung sehr gering +++

Die Zahl der Neugeborenen, bei denen keine eindeutige Geschlechtszuweisung möglich ist, bewegt sich in Deutschland im niedrigen zweistelligen Bereich. Im Jahr 2018 waren unter den rund 878.500 Lebendgeborenen nur 15 Babys, bei denen weder "männlich" noch "weiblich" ins Geburtenregister eingetragen werden konnte: Dies geht aus der Antwort des Statistischen Bundesamts auf eine Anfrage des sächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten Alexander Krauss hervor. Im Jahr 2017 registrierte das Bundesamt demnach 17 solcher Geburten, im Jahr 2016 waren es zehn. Ende 2018 hatte der Bundestag die Möglichkeit geschaffen, als drittes Geschlecht "divers" in das Geburtenregister eintragen zu lassen. Nach Auffassung des CDU-Abgeordneten Krauss stellen die relativ geringen Fallzahlen die Neuregelung in Frage. "Es zeigt sich, dass um das vermeintliche dritte Geschlecht ein riesiger Popanz aufgebaut wurde", erklärte er. Für ihn zeige sich: Ein drittes oder noch mehr Geschlechter gebe es "nicht im realen Leben".

Kritik an Bachelor Sebastian Preuss: Die Kandidatin Linda verweigert Kuss – und fliegt aus der Show.

+++11.11 Uhr: Wiederholungstäter hortet Kriegswaffen und Munition +++

Die Polizei hat bei der Durchsuchung eines Wohnhauses und einer Scheune in Nordfriesland ein ganzes Kriegswaffenarsenal entdeckt. Bei der Aktion wurden in der Nähe von Husum unter anderem ein Maschinengewehr, diverse Langwaffen, Panzerfaustköpfe, Mörsergranaten, mehrere Kilogramm Sprengstoff, Chemikalien und Werkstoffe zur Herstellung von Munition sowie Reichskriegsflaggen und NS-Devotionalien sichergestellt, wie die Polizei mitteilte. Der Umgang des Beschuldigten mit den Gegenständen und die unsachgemäße Lagerung stellten demnach eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Der 40 Jahre alte Mann ist kein Unbekannter. Bei ihm wurden bereits im Sommer 2015 umfangreiche Mengen an Kriegswaffen und Sprengstoffen gefunden, darunter knapp 90 Kilogramm des Sprengstoffs TNT, 40 Langwaffen, zwei Panzerfäuste und eine Landmine russischer Herkunft. Die aktuelle Sammlung ist nach Angaben der Polizei nicht so groß. Damals hatte der Mann angegeben, die Waffen aus "Sammelleidenschaft" gehortet zu haben.

+++ 11.01 Uhr: Schule von Kobe Bryants Tochter vergibt Trikotnummer nicht mehr +++

Nach dem Tod von Basketball-Superstar Kobe Bryant und dessen Tochter Gianna bei einem Helikopter-Absturz, hat Giannas Schule die Vergabe ihrer Trikotnummer ausgesetzt. Ihre Mutter Vanessa Bryant postete auf Instagram Fotos und Videos von der Veranstaltung in der Privatschule Harbor Day Middle School. "Ich liebe dich! Ich vermisse dich", schrieb ihre Mutter unter ein Foto, auf dem Giannas blaues Basketball-Trikot mit ihrer Nummer zwei zu sehen ist. In der Tradition des sogenannten Jersey oder Number Retirements sperren etwa Basketball-Clubs der US-Liga NBA Nummern zu Ehren ihrer Spieler, so dass kein anderer diese auf dem Trikot tragen kann. Kobe Bryants früherer Verein Los Angeles Lakers hatte für ihn 2017 sogar zwei Nummern - 8 und 24 - "retired".

+++ 10.57 Uhr: FDP-Landesgeschäftsstelle in Schwerin mit "Fight Nazis!" beschmiert +++

Die Landesgeschäftsstelle der FDP Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin ist mit dem Schriftzug "Fight Nazis! Fck FDP!" beschmiert worden. Es sei Anzeige erstattet worden, sagte Landesgeschäftsführerin Doreen Siegemund. Die Schmiererei ist offenkundig eine Reaktion auf die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten von Thüringen am Vortag mit den Stimmen der AfD. Siegemund stellte einen Aufsteller mit Papier und Stift vor die Eingangstür der Landesgeschäftsstelle mit dem Text: "Meinungspluralismus ist uns wichtig. Dafür braucht es keine Sachbeschädigung. Deswegen ist hier Platz für Ihre Meinung!"

+++ 10.49 Uhr: Vergiftete Babys - Uniklinik Ulm zieht Konsequenzen +++

Im Fall der mit Morphium vergifteten Frühchen am Universitätsklinikum Ulm zieht die dortige Leitung Konsequenzen. Zum Schutz von Patienten in der Kinderklinik gibt es künftig unter anderem routinemäßige Analysen von Urinproben bei Patienten mit ungewöhnlichem Verlauf und verschärfte Kontrolle des Zugangs zu Betäubungsmitteln über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, wie eine Kliniksprecherin mitteilte. In der Universitätsklinik waren in der Nacht auf den 20. Dezember fünf Säuglinge in lebensbedrohlichem Zustand auf die Intensivstation gekommen. Urinproben ergaben später eine Morphinvergiftung bei allen fünf. Nachdem eine zunächst dringend tatverdächtige Krankenschwester wieder aus der U-Haft entlassen wurde, wird wieder gegen alle sechs Mitarbeiter jener Nachtschicht ermittelt.

+++ 10.46 Uhr: Chats mit Minderjährigem: Schottischer Finanzminister tritt zurück +++

Der schottische Finanzminister Derek Mackay ist zurückgetreten. Der Politiker der Schottischen Nationalpartei SNP zog damit die Konsequenzen aus Flirtversuchen mit einem 16 Jahre alten Jungen per Internet. Eigentlich hätte Mackay den Haushaltsplan der Regionalregierung in dem britischen Landesteil vorstellen sollen, diese Aufgabe fiel nun seiner Stellvertreterin zu.  Wie die "Scottish Sun" berichtet, sendete Mackay dem Jungen seit vergangenem Sommer rund 270 Nachrichten per Facebook und Instagram. Unter anderem gestand er dem Teenager, dass er ihn "süß" finde und bot an, ihn zu einem Rugby-Spiel ins Stadion einzuladen. Das, obwohl er sich über das Alter des Jungen im Klaren war.  "Ich übernehme volle Verantwortung für meine Taten. Ich habe mich dämlich verhalten und es tut mir wirklich leid", teilte der 42 Jahre alte Politiker mit. Mackay galt bereits als heißer Kandidat für die Nachfolge von Regierungschefin Nicola Sturgeon.

+++ 10.29 Uhr: Mehr als hundert Prominente fordern Freilassung von Wikileaks-Gründer +++

Mehr als hundert Politiker, Künstler und Medienschaffende haben in einem Appell die Freilassung von Wikileaks-Gründer Julian Assange aus britischer Haft gefordert. Assange werde in der Auslieferungshaft "unter unnötig belastenden Bedingungen isoliert und überwacht", die ihn sogar in "Lebensgefahr bringen könnten", betonen die Unterzeichner des in der "Frankfurter Allgemeinen" veröffentlichten Appells, unter ihnen der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sowie der Journalist Günter Wallraff.

Der Wikileaks-Gründer sitzt seit mehr als einem halben Jahr im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Die Unterzeichner des Schreibens fordern die Bundesregierung auf, sich für die Freilassung von Assange einzusetzen, der sich in einem "kritischen Gesundheitszustand" befinde. Die Haftbedingungen stimmten nicht mit "menschenrechtlichen und rechtsstaatlichen Grundprinzipien" überein, heißt es weiter.

+++ 10.23 Uhr: Karlsruhe lehnt Befassung mit Hartz-IV-Ausschlüssen für Ausländer ab +++

Das Bundesverfassungsgericht will sich trotz zweier Vorlagen eines Sozialgerichts nicht damit befassen, dass einige Ausländer und auch manche Auszubildende von bestimmten Sozialleistungen ausgeschlossen sind. Das Sozialgericht Mainz hält die Regelungen für verfassungswidrig. Es sieht das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums verletzt und hatte deshalb 2016 das Verfassungsgericht eingeschaltet. Die Karlsruher Richter wiesen die beiden Vorlagen nun aber als unzulässig zurück, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Sie begründen das mit inhaltlichen Mängeln und Unklarheiten. (Az. 1 BvL 4/16 u.a.)

+++ 10.03 Uhr: Auftragsflaute im Maschinenbau - trübes Jahr 2019 +++

Globale Handelskonflikte, das Brexit-Drama und der Strukturwandel in der Autoindustrie haben die Geschäfte der deutschen Maschinenbauer 2019 belastet. Verunsicherte Kunden hielten sich mit Bestellungen zurück. Der Auftragseingang sank gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um neun Prozent, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. "Zusammengefasst war 2019 ein konjunkturell trübes Jahr für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland", sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. In diesem Jahr erwartet die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie keine durchgreifende Besserung. Der VDMA ging zuletzt davon aus, dass die Produktion bereinigt um Preiserhöhungen um etwa zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr schrumpft nach einem Rückgang von ebenfalls rund zwei Prozent 2019.

"Diamond Princess": Japan: Zehn weitere Infizierte auf Kreuzfahrtschiff bestätigt

+++ 9.13 Uhr: Flugzeugunglück in Istanbul: Sabiha-Gökcen-Flughafen wieder offen +++

Nach dem Unglück eines Passagierjets mit drei Toten in Istanbul ist der Airport Sabiha Gökcen wieder für den Flugverkehr geöffnet. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, die gesperrte Landebahn sei freigegeben worden. Die Flughafenverwaltung hatte zuvor angekündigt, dass Flüge ab 4 Uhr Ortzeit wieder starten und landen können sollten. Ein Sprecher der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines twitterte, dass die Airline ihre Verbindungen wieder aufgenommen hat. Am Mittwochabend war eine Maschine des türkischen Billigfliegers Pegasus mit 183 Menschen an Bord bei der Landung aus noch unbekannter Ursache von der Piste abgekommen und auseinandergebrochen. Drei Menschen starben, 179 wurden verletzt.

+++ 9.10 Uhr: "Astro-Luca" verlässt Internationale Raumstation ISS +++

Nach Monaten im All haben sich der italienische Esa-Astronaut Luca Parmitano und zwei weitere Raumfahrer auf den Weg zurück zur Erde gemacht. Die drei Kollegen, darunter auch die US-Amerikanerin Christina Koch und der Russe Alexander Skworzow, dockten planmäßig mit einer Sojus-Kapsel von der Internationalen Raumstation ISS ab, wie in einer Live-Übertragung der US-Raumfahrtbehörde Nasa zu sehen war. Die Landung war wenige Stunden später in der Steppe etwa 150 Kilometer südöstlich der Stadt Scheskasgan im zentralasiatischen Kasachstan geplant. Auf dem Außenposten der Menschheit halten ein Russe und zwei Amerikaner weiter die Stellung. Anfang April wird Verstärkung erwartet.

+++ 8.34 Uhr: Chinesen stecken weniger Geld in europäische Firmen +++

Chinesische Unternehmen haben ihre Expansion in Europa gebremst: Firmen aus der Volksrepublik gaben im vergangenen Jahr gut 15,5 Milliarden Euro für Zukäufe und Beteiligungen an Unternehmen auf dem Kontinent aus. Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet das einen starken Rückgang von 45 Prozent. Das hat die Beratungsgesellschaft EY in ihrer regelmäßigen Untersuchung der chinesischen Investitionen errechnet. In Deutschland nahm die Zahl der Firmenübernahmen und -beteiligungen leicht von 35 auf 39 zu. Doch da es sich zum Großteil um vergleichsweise bescheidene Transaktionen handelte, sank die Investitionssumme um mehr als die Hälfte von 10,6 auf 4,6 Milliarden.

+++ 8.08 Uhr: Europäer kaufen weniger Diesel- und mehr Elektroautos +++

In der Europäischen Union geht die Nachfrage nach Dieselautos weiter zurück - die Verkaufszahlen von E-Autos steigen dagegen. 29,5 Prozent aller im vierten Quartal 2019 registrierten Wagen liefen mit Dieselantrieb, zeigen Zahlen von Autoverband Acea. Das sind 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Unterm Strich ist es aber immer noch eine Million Fahrzeuge. In Deutschland und Frankreich stabilisierten sich die Verkäufe von Dieselautos. Das Interesse an elektrisch betriebenen Autos dagegen stieg um gut 81 Prozent. Allerdings von einer überschaubaren Basis aus - so waren im vierten Quartal 2019 insgesamt 156.805 neu registrierte Autos elektrisch angetrieben, oder 4,4 Prozent. Mit Benzin betriebene Autos machten mit 57,3 Prozent die meisten Registrierungen aus. Deren Marktanteil stieg um 11,9 Prozent.

+++ 8.04 Uhr:  Jim Carrey: Wegen Krankheit der Mutter zum Komiker geworden +++

Der Schauspieler und Starkomiker Jim Carrey (58, "Bruce Allmächtig") ist nach eigenen Angaben wegen seiner Mutter zum Komiker geworden. "Mein Humor wurde durch Schmerz geboren. Meine Mutter war sehr krank, als ich aufwuchs, also wollte ich sie aufmuntern", sagte Carrey der "Bild"-Zeitung. Er glaube, alle Komiker hätten einen solchen Schmerz, den sie verarbeiten würden. Carrey spielte in vielen Komödien, zu seinen bekanntesten Filmen zählen unter anderem "Bruce Allmächtig", "Der Ja-Sager" und "Dumm und Dümmer". Jim Carreys neuer Film "Sonic - The Hedgehog" startet am 13. Februar in den deutschen Kinos. Es ist eine Verfilmung des gleichnamigen Kult-Videospiels.

+++ 7.56 Uhr. Zug in Italien entgleist - womöglich zwei Tote +++

Bei einem Zugunglück in Italien sind laut Medienberichten zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere rund 30 Personen seien verletzt worden, als ein Zug auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Nähe von Casal Pusterlengo südöstlich von Mailand entgleiste, meldete die Nachrichtenagentur Ansa. Mehrere Waggons sollen sich überschlagen haben. Die italienische Feuerwehr bestätigte den Unfall eines Hochgeschwindigkeitszuges mit Verletzten, nannte aber noch keine Zahlen.

Protestschilder

+++ 7.32 Uhr: Ein Designfestival zum Luftholen +++

Viele Menschen in Thailands Hauptstadt klagen über den Smog und die schlechte Luft. Da kommt eine Oase wie auf einem  Designfestival in Bangkok gerade recht. Dort können die Besucher den Prototypen eines Raums zum Durchatmen testen. Der weiße Pavillon "Safezone Shelter" vor einem alten Postgebäude wird technisch durchlüftet, außerdem sorgen Pflanzen für ein Wohlfühlklima - darunter Nestfarn oder ein "Parfümbaum" (Fagraea berteroana). Tropisch warm ist es drinnen dennoch. Das Festival zeigt noch bis zum Wochenende über die Stadt verteilt Design und Kreatives für die Zukunft - mit Filmen, Ausstellungen, Livemusik, Workshops und Drinks auf einer Dachterrasse vor der Skyline von Bangkok. Zu sehen gibt es beispielsweise ein kleines Apartmenthaus für Tauben, Möbel aus Wasserhyazinthen oder auch eine Schau mit Landschaftsfotografien in einem alten Zollhaus. Bangkok gehört wie Berlin und viele andere Städte zum Netzwerk der Unesco "Creative Cities".

+++ 6.57 Uhr: Iowa: Buttigieg nur noch hauchdünn vor Sanders

Nach der chaotischen ersten Vorwahl der Demokraten im US-Präsidentschaftsrennen sehen vorläufige Resultate den aufstrebenden Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg vorne. Der 38-Jährige kam nach Auszählung von 97 Prozent aller Wahlbezirke im Bundesstaat Iowa mit 26,2 Prozent auf die meisten Delegiertenstimmen - dicht gefolgt von dem linken Senator Bernie Sanders mit 26,1 Prozent, wie die Partei mitteilte. Die Senatorin Elizabeth Warren (18,2 Prozent) rangiert auf Platz drei. Der als einer der Favoriten gehandelte Ex-US-Vizepräsident Joe Biden schaffte es mit 15,8 Prozent zufolge bislang nur auf einen schwachen vierten Platz. Buttigieg ist mit 38 Jahren der jüngste Demokrat im Rennen.

+++ 6.10 Uhr: China halbiert Strafzölle auf US-Importe im Wert von 75 Milliarden Dollar +++

In einem weiteren Schritt der Deeskalation im Handelskonflikt senkt China die Strafzölle auf US-Importe im Wert von 75 Milliarden Dollar (68 Milliarden Euro). Die im September verhängten Abgaben in Höhe von fünf und zehn Prozent werden ab dem 14. Februar halbiert, wie die Regierung in Peking ankündigte. China und Washington hatten nach fast zweijährigem erbittertem Handelsstreit Mitte Januar ein erstes Teilabkommen zur Beilegung ihres Handelskonflikts unterzeichnet.

+++ 5.48 Uhr: Mehrheit der Verbraucher lehnt Bonpflicht ab +++

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lehnen die Kassenbonpflicht ab. 56 Prozent sprachen sich in einer repräsentativen Umfrage des Marktforschers YouGov gegen die seit Jahresanfang geltende Regelung aus. Mit 32 Prozent befürwortet aber auch rund ein Drittel der Befragten die verpflichtende Kassenzettelausgabe, zeigt die Befragung von gut 2000 Menschen im Auftrag der Nachrichtenagentur DPA. Der in der Umfrage mit Abstand am häufigsten genannte Grund für die Ablehnung der Bonpflicht ist der zusätzliche Abfall durch mehr Quittungen (86 Prozent). Viele Bürgerinnen und Bürger (64 Prozent) argumentieren weiter, dass die verpflichtende Belegausgabe keine Steuerhinterziehung im großen Stil verhindern kann. Der Großteil der Befürworter der Bonpflicht findet hingegen, dass das Erschweren von Steuerhinterziehung die Nachteile der Vorschrift überwiegt (74 Prozent).

Flugzeugwrack

+++ 4.34 Uhr: Mehr als 1,5 Millionen Kinder auf Hartz IV angewiesen +++

Mehr als 1,5 Millionen Kinder in Deutschland sind auf Hartz IV angewiesen. Die Zahl sank innerhalb von drei Jahren leicht von 1,56 Millionen auf 1,51 Millionen im vergangenen Jahr, wie eine Datenauswertung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zeigt, die der Nachrichtenagentur DPA vorliegt. Die Daten für 2016 bis 2019 stammen von der Bundesagentur für Arbeit. "Damit sind Haushalte mit Kindern von der relativ günstigen Entwicklung bei der Anzahl der Hartz-IV-Bezieher weitgehend abgekoppelt", stellt der DGB fest. Der Rückgang bei allen Personen im Hartz-IV-Bezug beläuft sich dagegen auf 10,0 Prozent: Im vergangenen September waren dies 5,65 Millionen, 2016 6,20 Millionen.

+++ 3.10 Uhr: Israelischer Luftschlag auf Gazastreifen nach Raketenangriff +++

Israelische Kampfjets haben erneut Ziele im Gazastreifen angegriffen. Das teilten die israelischen Streitkräfte IDF mit. Die Angriffe auf "mehrere terroristische Ziele" seien eine Reaktion auf Angriffe auf Israel aus dem Gazastreifen heraus. Zuvor waren mindestens zwei Geschosse aus Granatwerfern aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert worden. "Wie halten dafür die (islamistische) Hamas verantwortlich", twitterte die IDF. Schon in der Nacht zum Mittwoch hatten israelische Kampfjets Ziele im Gazastreifen beschossen und damit auf Angriffe mit Raketen und Brand-Ballons geantwortet.

+++ 2.33 Uhr: Oscar-Preisträgerin Viola Davis spielt Michelle Obama in TV-Serie +++

Oscar-Preisträgerin Viola Davis wird in einer neuen Fernsehserie die frühere US-Präsidentengattin Michelle Obama darstellen. Wie der US-Sender Showtime mitteilte, wird Davis die Ehefrau von Barack Obama in der Serie "First Ladies" verkörpern. In der Showtime-Serie werden laut US-Medienberichten auch andere frühere Präsidentengattinnen wie Eleanor Roosevelt und Betty Ford porträtiert. Die 54-jährige Davis hatte vor drei Jahren den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in dem Familiendrama "Fences" gewonnen. Großen Erfolg hat sie auch mit der Serie "How to Get Away With Murder," in er sie eine brillante Strafverteidigerin und Professorin spielt. Michelle Obama wiederum hatte zuletzt großen Erfolg mit ihre Memoiren "Becoming". Für die Hörbuchfassung gewann sie im Januar einen Grammy.

Thüringen: Reaktionen Ministerpräsidentenwahl – "Das hat nichts mit Demokratie zu tun"

+++ 2.13 Uhr: Auto rast in Jerusalem in Bushaltestelle - viele Verletzte +++

In Jerusalem ist ein Unbekannter mit seinem Auto in eine Menschenmenge an einer Bushaltestelle gerast und hat dabei nach ersten Berichten mindestens zwölf Personen verletzt. Eines der Opfer sei schwer verletzt, teilten die Rettungsdienste mit. Der Unbekannte fuhr nach dem Zwischenfall davon. Die Suche nach dem Flüchtigen und seinem Auto dauerte am Morgen an. Die Behörden gehen von einer gezielten Tat aus. In Israel hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Anschläge mit Fahrzeugen gegen Soldaten und Zivilisten gegeben.

+++ 2 Uhr: Syrische Armee schießt mehrere israelische Raketen ab +++

Die syrischen Regierungstruppen haben nach offiziellen Angaben aus Damaskus mehrere israelische Raketen abgeschossen. Die syrische Luftabwehr habe in der Nacht auf einen "israelischen Angriff" westlich der Hauptstadt Damaskus reagiert, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Die meisten der "feindlichen Raketen" seien abgeschossen worden, bevor sie ihre Ziele erreicht hätten. Laut Sana wurde der Angriff von den israelisch besetzten Golanhöhen aus geführt. Zu den Zielen des Angriffs sowie zu möglichen Schäden oder Todesopfern machte die Agentur keine Angaben. Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP in Damaskus hörten mehrere laute Explosionen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden mindestens drei Stellungen der syrischen Regierungstruppen sowie iranischer Kräfte attackiert.

+++ 1.28 Uhr: Zehn weitere Fälle von Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff in Japan +++

An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn weitere Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf 20. Die Betroffenen würden in örtliche Krankenhäuser gebracht, berichteten örtliche Medien weiter. An Bord des Schiffes sind auch acht deutsche Staatsangehörige. Nach bisherigen Erkenntnissen sind sie nicht unter den Infizierten. Die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1045 Crew-Mitglieder sollen nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen.

+++ 1.23 Uhr: Nach Wahl-Eklat in Thüringen: Ramelow zitiert Adolf Hitler +++

Der bisherige thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat nach der umstrittenen Wahl der FDP-Politikers Thomas Kemmerich mit Stimmen der AfD ein Zitat von Adolf Hitler auf Twitter veröffentlicht. ""Den größten Erfolg erzielten wir in Thüringen. Dort sind wir heute wirklich die ausschlaggebende Partei. [...] Die Parteien in Thüringen, die bisher die Regierung bildeten, vermögen ohne unsere Mitwirkung keine Majorität aufzubringen." A. Hitler, 02.02.1930", schrieb Ramelow. Unter seinen Tweet stellte Ramelow zwei Fotos. Das obere zeigt einen Händedruck zwischen Hitler und dem ehemaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Dieser hat Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt. Auf dem zweiten Bild ist der zum Ministerpräsidenten gewählte FDP-Politiker Thomas Kemmerich beim Händedruck mit dem Fraktionsvorsitzenden der AfD, Björn Höcke, zu sehen. Höcke ist Gründer des rechtsnationalen "Flügels", der vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall im Bereich Rechtsextremismus eingestuft wird.

+++ 1.13 Uhr: Trump attackiert Romney mit Video: "Geheimagent" der Demokraten +++

US-Präsident Donald Trump hat den republikanischen Senator Mitt Romney nach dessen Votum für eine Amtsenthebung scharf angegriffen. Trump postete ein Video auf Twitter, in dem es unter anderem heißt, Romney sei ein "Geheimagent" der Demokraten. Indem er sich als Republikaner dargestellt habe, habe er versucht, die Trump-Regierung als Außenminister zu infiltrieren. "Mitt Romney hat uns zum Narren gehalten", heißt es außerdem in dem Video. Romney hatte zuvor für eine Amtsenthebung Trumps wegen Machtmissbrauchs gestimmt und war damit der einzige Republikaner, der sich für Trumps Amtsenthebung aussprach.

+++ 1.01 Uhr: Zahl der Virustoten steigt um 73 - Jetzt 28.000 Infektionen +++

Die Zahl der Toten durch das neuartige Coronavirus in China ist so stark gestiegen wie noch nie. Innerhalb eines Tages waren bis Donnerstag 73 neue Tote zu beklagen, wie die chinesische Gesundheitskommission in Peking berichtete. Damit legte die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 563 zu. Die bestätigten Infektionen mit der Lungenkrankheit kletterten auch wieder stark um 3694 auf 28.018 Fälle. Die Kommission sprach zusätzlich von mehr als 24.000 Verdachtsfällen. Außerhalb von Festland-China sind in mehr als einem Dutzend Ländern mehr als 240 weitere Fälle bestätigt. In Hongkong und auf den Philippinen gab es auch zwei Tote.

+++ 0.34 Uhr: Genitalverstümmelung bei Mädchen verursacht Milliardenkosten +++

Komplikationen durch die Genitalverstümmelung bei Mädchen sind eine schwere Belastung für die Gesundheitsbudgets der Länder, wo diese Praxis verbreitet ist. Jedes Jahr müssten dafür  1,3 Milliarden Euro aufgebracht werden, berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum internationalen Tag für "Null Toleranz gegenüber weibliche Genitalverstümmelung". In einigen Ländern mache das 30 Prozent des Gesundheitsbudgets aus. "Genitalverstümmelung ist nicht nur eine katastrophale Verletzung der Menschenrechte, die die körperliche und geistige Gesundheit von Millionen Mädchen und Frauen schwer beeinträchtigt", sagte der zuständige WHO-Direktor Ian Askew. "Es ist auch ein volkswirtschaftlicher Schaden."

+++ 0.13 Uhr: Regierungsberater für Zusatzsteuer auf Fleisch +++

Im Interesse einer bessere Tierhaltung diskutieren Regierungsberater einem Zeitungsbericht zufolge über einen Steueraufschlag für Fleischprodukte. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtete, steht dieser Vorschlag in einem Entwurf für Empfehlungen, die das sogenannte Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung derzeit im Auftrag der Bundesregierung erarbeite. Demnach könnte der Preisaufschlag für Fleischprodukte bei 40 Cent pro Kilogramm liegen. Auch andere tierische Produkte sollten nach diesem Vorschlag zusätzlich besteuert werden: 2 Cent pro Kilo Milch, Milchprodukte und Eier sowie 15 Cent pro Kilo Käse, Butter oder Milchpulver. Die Zusatzeinnahmen sollten genutzt werden, um den Bauern "die höheren Kosten tiergerechter Haltungsverfahren zu einem hohen Anteil von insgesamt 80 bis 90 Prozent auszugleichen", zitiert die Zeitung aus dem Entwurf.

+++ 0.05 Uhr: "Sterbenskrank": Finanzbetrüger Madoff will vorzeitige Haftentlassung

Der wegen eines der größten Anlagebetrugsfälle der Finanzgeschichte zu 150 Jahren Haft verurteilte US-Börsenmakler Bernard Madoff will aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Gefängnis freikommen. "Ich bin sterbenskrank", sagte der 81-Jährige der "Washington Post" in einem Telefon-Interview. "Es gibt keine Heilung für meine Art von Krankheit." Er habe bereits elf Jahre seiner Strafe abgesessen und dabei durchgehend gelitten. Madoffs Anwalt stellte einen Gerichtsantrag auf vorzeitige Haftentlassung. Sein Mandant leide an einer tödlichen Nierenkrankheit und habe nur noch weniger als 18 Monate zu leben. Madoff hatte sich in elf Anklagepunkten schuldig bekannt, darunter Betrug und Geldwäsche. Er hatte Investoren über Jahrzehnte vermeintliche Traumgewinne mit dem Geld neuer Anleger bezahlt. Als der Schwindel aufflog, verloren viele ihre kompletten Ersparnisse.

nik/anb / AFP / DPA