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Joss Stone Erotik im Musikgeschäft? Kein Problem


Eigentlich ist ihre Stimme überzeugend genug. Und dennoch: Sex sells. Das weiß die britische Sängerin Joss Stone. Feministinnen zum Trotz hat sie nichts dagegen, ihre Plattenverkäufe durch ein wenig Erotik anzukurbeln.

Musikvideos mit erotischem Anklang, um die eigenen Lieder zu verkaufen? Joss Stone sieht darin nichts anrüchiges. Die britische Sängerin, die seit kurzem an der Seite von Mick Jagger, Eurythmics-Sänger Dave Stewart, dem Reggae-Künstler Damian Marley und dem Komponisten AR Rahman in der Band SuperHeavy singt, weiß genau, wie sie ihre Platten an den Fan bekommt. Im Gespräch mit "Focus Online" verrät sie, dass sie kein Problem mit freizügigen Musikvideos habe. "Sex und Erotik sind eine unterhaltsame Form, sich auszudrücken. Und wenn es eine Möglichkeit ist, mehr Platten zu verkaufen, warum sollte man sie nicht nutzen", macht sie ihre Stellung klar.

Die Musikerin vertritt eine klare Meinung zu Sittenwächtern, die freizügige Videos anprangern und verbieten lassen wollen. "Wir sind Musiker, wir haben die Aufgabe zu unterhalten. Schauen Sie sich doch mal in Amsterdam um: Da wird Sex in Schaufenstern angeboten", echauffiert sie sich und fügt hinzu: "Sex an sich hat nichts Negatives, aber er bekommt etwas Negatives durch zu prüde Menschen."

Die Sängerin gründete in jüngster Zeit ihr eigenes Label Stone'd Records, ihre neue Platte "LP 1" erschien Ende Juli. Die Vorteile eines kleinen Labels liegen für die Sängerin dabei klar auf der Hand: "Der Unterschied ist massiv. Musiker sollten die Musik machen, die sie machen wollen, weil es eine Freiheit der Musik gibt. Meine Firma ist kleiner, wir machen auch weniger Geld. Aber: Wir haben mehr Spaß und weniger Stress", resümiert sie.

liri/Bang

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