Norwegisches Königshaus
Kronprinz Haakon über Mette-Marit: „Kronprinzessin ist schwer krank“

Kronprinz Haakon hat sich besorgt über den Zustand seiner Frau Mette-Marit geäußert. Benötigt die Kronprinzessin bald eine Lungentransplantation?
Kronprinz Haakon hat sich besorgt über den Zustand seiner Frau Mette-Marit geäußert. Benötigt die Kronprinzessin bald eine Lungentransplantation?
© Per Ole Hagen / Getty Images

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Dass Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit Lungenfibrose hat, ist schon länger bekannt. Nun gibt ihr Mann Haakon ein Update zur Gesundheit. Kommt bald eine Lungentransplantation?

Norwegens Kronprinz Haakon hat sich besorgt über den Gesundheitszustand seiner Frau Mette-Marit geäußert. Ihr Zustand habe sich in letzter Zeit verschlechtert, sagte der Thronfolger am Dienstag vor Reportern in Oslo.

„Die Kronprinzessin ist schwer krank, und ich habe den Eindruck, dass es ihr in letzter Zeit deutlich schlechter geht. Deshalb mache ich mir Sorgen um ihre Gesundheit. Sie benötigt im Alltag Sauerstoff, und das hilft ein wenig“, sagte er am Rande der Verleihung des Abel-Preises.

Mette-Marit, 52, gab 2018 bekannt, dass sie an einer seltenen Form von Lungenfibrose leidet, einer unheilbaren Krankheit, die zu Narbenbildung in der Lunge und Atemnot führt.

Kronprinz Haakon über Frau Mette-Marit: „Finde, dass es ihr in letzter Zeit etwas schlechter gegangen ist“

In den vergangenen sechs Monaten sei es „recht gut gelaufen“, aber es gebe unterschiedliche Phasen. „Wir müssen einfach versuchen, das Beste daraus zu machen“, sagte Haakon.

Auf die Frage, wann Mette-Marit auf die Transplantationsliste gesetzt werden soll, antwortete Haakon: „Das liegt bei den Ärzten, das ist eine medizinische Frage. Also entscheiden sie, wann es geschehen soll, wann der richtige Zeitpunkt ist. Aber ich finde, dass es ihr in letzter Zeit leider etwas schlechter gegangen ist.“ Ende Dezember hatte der Palast erklärt, dass Mette-Marit vermutlich bald eine Lungentransplantation benötigen werde.

Auch zum Gesundheitszustand seiner Mutter, Königin Sonja, äußerte sich der Kronprinz. Die 82-Jährige ist derzeit krankgeschrieben. „Die Königin hatte in den vergangenen Tagen leichtes Vorhofflimmern und wurde deswegen krankgeschrieben. Sie ist jetzt zu Hause und muss sich ausruhen. Ich war gestern bei ihr.“

Haakon äußert sich auch zu Epstein-Verbindungen der Kronprinzessin

In den vergangenen Monaten musste sich Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby, der aus einer früheren Beziehung stammt, wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht verantworten. Ein Urteil wird Mitte Juni erwartet.

Die Kronprinzessin steht zudem wegen ihrer jahrelangen Freundschaft mit dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter Druck. In Ende Januar veröffentlichten Ermittlungsakten zum Fall Epstein tauchte Mette-Marits Name häufig auf. Ein E-Mail-Wechsel der beiden zwischen 2011 und 2014 deutete auf eine gewisse Vertrautheit hin.

Dazu sagte Kronprinz Haakon am Dienstag vor Reportern: „Die Kronprinzessin möchte nicht im Detail darauf eingehen, was genau passiert ist, aber sie hat mich angerufen, und ich erinnere mich gut an das Gespräch.“ Auf die Frage nach der Situation mit Epstein, die Mette-Marit als „unangenehm“ beschrieben hat, sagte Haakon, dass er mit seiner Frau darüber gesprochen habe. Er wies zurück, dass es sich um eine Situation gehandelt habe, in der man die Polizei hätte verständigen müssen.  

Haakon erklärte, es habe mehrere Gründe gegeben, warum Mette-Marit den Kontakt zu Epstein abgebrochen habe. „Es gab Situationen, in denen sie das Gefühl hatte, dass er ihr nichts Gutes wolle. Dann gab es Leute, die zu ihr kamen und sagten, er sei kein guter Mensch“, sagte Haakon, ohne im Detail auf die Geschehnisse einzugehen.

Quellen: Nachrichtenagentur AFP, NRK (1), NRK (2), „Dagbladet“, „VG“

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