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Lästermaul Elton John Madonna lässt die "Jahrmarkt-Stripperin" kalt


Madonna hat sich als Pop-Ikone, Punk-Lolita und Schauspielerin permanent neu erfunden. Doch jetzt reicht's, lästert Elton John. Auch politisch wird sie immer wieder angegriffen.

Nachdem der britische Popsänger Elton John die 53-jährige Bühnen-Ikone Madonna kürzlich als "Jahrmarkt-Stripperin" und ihre aktuelle Tournee als "Katastrophe" bezeichnete, verrät ein Freund, dass ihr Johns Worte egal seien. "Ich verstehe wirklich nicht, warum er sie immer wieder so niedermachen muss", äußert sich der Freund der Sängerin im Gespräch mit der "Huffington Post". "Er sagt, sie hat keinen Einfluss, meint aber, selbst Einfluss zu haben. Er will nur gegen sie hetzen."

Dass Madonnas Tournee schlecht laufe, stimme nicht, fügt der Informant hinzu. "Zu sagen, dass die Tour ein Desaster ist, das ist albern." Ihre Konzerte seien schließlich ausverkauft. "Madonna singt alte und neue Lieder", sagt er. John hingegen werde bis zu seinem Tod immer wieder die alten Lieder singen.

"Sie muss sich nichts beweisen - vor allem nicht Elton John." Der 65-jährige Elton John ärgerte sich während seiner Lästerattacke auch über Madonnas Seitenhiebe gegen Lady Gaga, die Patentante seines Sohnes Zachary. "Warum ist sie ein solcher Albtraum?", beschwerte John sich im australischen Fernsehen und wetterte zudem: "Sorry, ihre Karriere ist zu Ende. Ihre Tour ist eine Katastrophe."

"Ihre Karriere ist zu Ende"

Wellen der Empörung schlagen der Pop-Diva auch aus Russland entgegen. Dort hat sie zwei Konzerte geplant, doch angesichts ihrer Unterstützung für die kremlkritische Band Pussy Riot und ihren Einsatz für die Rechte von Schwulen und Lesben empören sich russisch-orthodoxe Gläubige. Konzertbesucher sollen friedlich über die "gotteslästerlichen" Ansichten Madonnas aufgeklärt werden, meldete die Agentur Interfax.

Im polnischen Warschau waren vor einigen Tagen ihre #link;http://www.stern.de/kultur/musik/aerger-um-warschau-konzert-1869812.html;Plakate mit Graffiti beschmiert# worden, weil das Konzert ausgerechnet am 68. Jahrestag des Warschauer Aufstandes angesetzt war. Madonna sah sich außerdem Vorwürfen ausgesetzt, den katholischen Glauben angzugreifen, weil sie christliche Symbole zu Bühnenattributen mache.

Le Pen mit Hitlerbart und umgedrehtem Hakenkreuz

In Frankreich mischte sich die Pop-Diva in die Politik. Sie ging auf Konfrontationskurs zur rechtsextremen Politikerin Marine Le Pen, indem sie ein Video zeigte, in dem Le Pen ein Hitlerbart und ein umgedrehtes Hakenkreuz ins Gesicht projiziert wurden. Auf dem Konzert in Paris Ende Juli stänkerte sie weiter gegen Le Pen, woraufhin das Publikum zum Teil genervt reagierte. Nach dem Auftritt ertönten Pfiffe und Buhrufe, weil die Besucher für ihre 90 bis 276 Euro teure Karten nicht einmal eine Stunde Show zu sehen bekamen.

val/Bang/DPA DPA

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