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Leiche wird untersucht: Obduktion soll Sexy Coras Tod aufklären

Der Tod von Pornodarstellerin Sexy Cora nach einer Brust-OP beschäftigt die Staatsanwaltschaft. Eine Untersuchung der Leiche soll jetzt klären, ob die Ärzte der Privatklinik wegen fahrlässiger Tötung angeklagt werden. Unklar ist auch: Spielten Wachstumshormone eine Rolle?

Der Tod von Pornodarstellerin Sexy Cora nach einer Brustoperation hat ein juristisches Nachspiel. Zunächst soll eine Obduktion der Leiche klären, woran genau die 23-Jährige gestorben ist. Die Untersuchung soll Anfang der kommenden Woche stattfinden, die Ergebnisse wenige Tage später feststehen.

Die Klinik wehrt sich

Bislang sei nicht bekannt, wie genau Cora starb, erklärte Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers am Freitag in Hamburg. Er ermittelt gegen den 49-jährigen Chirurgen und die 54-jährige Narkoseärztin einer Hamburger Privatklinik. Der Verdacht lautet auf Fahrlässige Tötung.

Die Alster Klinik, wo Cora operiert wurde, wies die Vorwürfe zurück. Ein Defekt des Narkosegerätes könne nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen ausgeschlossen werden. "Die Behauptung, das Monitoring könne andere als die tatsächlichen Vitalfunktionen der Patientin wiedergeben, ist völlig aus der Luft gegriffen und entbehrt jeder Realität", hieß es auf der Webseite der Klinik. Fehler der Ärzte seien weder bewiesen und derzeit "nur eine 'Einschätzung' eines Rettungssanitäters", der Cora ins UKE gefahren habe. "Zum jetzigen Zeitpunkt wird geprüft, weshalb der Notarzt erst 20 bis 25 Minuten nach Absetzen des Notrufs eintraf."

Nahm Cora Wachstumshormone?

Die Ermittler wollen aber auch prüfen, ob die 23 Jahre alte Cora Wachstumshormone vor der Operation genommen hatte. Es habe einen anonymen Hinweis darauf gegeben, sagte Möllers. Die Auswertung des Bluttests werde aber noch mehrere Wochen dauern.

Medizinethiker Urban Wiesing von der Universität Tübingen wies auf die generellen Risiken von Operationen hin. "Der aktuelle Fall führt uns ganz drastisch vor Augen, was wir eigentlich schon immer wussten: Jede Operation birgt ein Risiko", sagte der Professor. "Narkose-Komplikationen und andere Komplikationen während einer Operation sind selten, aber sie sind da."

Model-Kollegin: "Tod hat mich sehr getroffen"

In der Branche löste der Tod Entsetzen aus. Busenmodel Annina Ucatis äußerte sich geschockt: "Ich habe letzte Nacht kein Auge zugetan. Ihr Tod hat mich sehr getroffen", sagte sie dem Radiosender RPR1. Beide Frauen waren Kandidatinnen in der RTL2-Containershow "Big Brother". Auch Ucatis hat sich ihre Brüste mehrfach vergrößern lassen, sie habe nun 75DD. "Mein operierender Arzt hat mir damals auch nicht von der Operation abgeraten."

fw/DPA / DPA