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Tod von "Sexy Cora": Narkoseärztin gesteht OP-Fehler vor Gericht

Der Tod von "Sexy Cora" ist die Folge eines Ärztefehlers: Zwei Jahre nach der Tragödie übernimmt die Narkosemedizinerin vor Gericht die Verantwortung für das Schicksal der Pornodarstellerin.

Der Prozess um den Tod der Pornodarstellerin "Sexy Cora" hat mit einem Geständnis begonnen: Die Narkoseärztin übernahm vor dem Hamburger Landgericht die Verantwortung für einen Behandlungsfehler.

Sie habe den Herzstillstand der Patientin während der Operation zu spät bemerkt, weil an einem Gerät ein Alarmton ausgeschaltet war, räumte die Medizinerin ein. Wie es zu dem Herzstillstand kam, konnte die 56-Jährige nicht erklären. Sie könne darüber nur spekulieren, erklärte die Angeklagte. Sie war sich aber sicher, bei der Beatmung nichts falsch gemacht zu haben.

Ärztin leidet unter Depressionen

"Ich würde alles darum geben, diesen Fehler wieder gutzumachen, aber das kann ich nicht", sagte die 56-Jährige. Nach dem Tod der Patientin sei sie stark depressiv geworden und habe nicht mehr als Ärztin gearbeitet.

Die Staatsanwaltschaft warf der Anästhesistin vor, nach dem Einleiten der Vollnarkose nicht für eine ausreichende Beatmung über eine Sauerstoffmaske gesorgt zu haben. Der Sauerstoffmangel habe den Herzstillstand ausgelöst. Darauf habe die Ärztin nicht mit den vorgeschriebenen Wiederbelebungsmaßnahmen reagiert.

"Ich denke oft an das Leid"

An den Witwer der 23-Jährigen, Tim Wosnitza, adressiert, erklärte die Narkoseärztin: "Ich denke oft an das Leid, das ich auch ihm angetan habe." Der ehemaliger Manager des Porno-Stars tritt im Prozess als Nebenkläger auf.

Bei dem Eingriff vor zwei Jahren hatte die 23 Jahre alte Carolin Wosnitza nach dem Herzstillstand mehrere Tage im Koma gelegen und war am 20. Januar 2011 an einer Hirnlähmung gestorben. Sie hatte ihre Brüste schon mehrfach vergrößern lassen.

Das Gericht hat nur zwei Termine für das Verfahren angesetzt, am 5. Februar könnte bereits das Urteil fallen. Bei einer Verurteilung drohen der Angeklagten eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft.

fw/DPA / DPA
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