Letzter Wille Scotty wird "raufgebeamt"


Der einstige Chefingenieur der "Enterprise" hat einen nur allzu verständlichen letzten Wunsch hinterlassen: Seine Asche soll ins Weltall "gebeamt" werden. Scotty alias James Doohan habe dies verfügt, damit er bei einem seiner besten Freunde sein könne, teilt der Agent des gestorbenen kanadischen Schauspielers mit.

Bereits 1991 war die Asche des Schöpfers der "Star Trek"-Saga, Gene Roddenberry, ins All geschossen worden. Diesem Beispiel habe auch Doohan folgen wollen, sagt sein Agent Steve Stevens. "Er wird da oben bei seinem Kumpel sein, das ist doch herrlich." Doohan starb im Alter von 85 Jahren an den Folgen von Alzheimer sowie einer Lungenentzündung in seinem Haus in Redmond (US-Staat Washington).

"Beam mich rauf, Scotty"

Seit Jahrzehnten und wohl noch für lange Zeit wird seine "Enterprise"-Rolle mit einem der bekanntesten Sprüche der Fernseh- und Filmgeschichte verbunden bleiben: "Beam mich rauf, Scotty", sagten Mitglieder der Besatzung, wenn sie auf wundersame Weise von fernen Planeten zurück ins All und in die Sicherheit der dort geparkten "Enterprise" geholt werden wollten.

Scotty hatte dafür einen fantastischen "Transporter" entwickelt: Körpermasse löste sich in feinste Partikel auf, wurde in Windeseile durchs All gesaugt und am Bestimmungsort ebenso schnell und schmerzlos wieder zusammengefügt.

Hochtechnology machts möglich

Der Partikel-Beamer war durchaus nicht das einzige clevere Geräte, mit dem der Ingenieur Captain Kirk, Mister Spock und die anderen Mitglieder der "Enterprise"-Besatzung oft aus kniffligen Situationen rettete. Zu seiner Kollektion gehörten auch unsichtbare elektronische Schutzschilde, Strahlenpistolen, Energieüberträger und etliches mehr.

Mit Hochtechnologie soll nun auch Scottys Letzter Wille verwirklicht werden. Wie sein Agent mitteilt, wird eine private Firma in Houston einen Teil seiner Asche demnächst einer kommerziellen Rakete als Beipack mitgeben. Die Metallkapsel mit der Asche werde dann beim Wiedereintritt von Teilen der Rakete in die Erdatmosphäre verglühen. Wann das geschehen soll, ist zunächst noch unklar.

DPA DPA

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