Lindsay Lohan Für 84 Minuten in den Knast

Einen echten Turbo-Gefängnisaufenthalt hat Lindsay Lohan hingelegt. Eigentlich sollte die Schauspielerin einen ganzen Tag wegen Trunkenheit am Steuer im Gefängnis verbringen. Nach Leibesvisitation und Fingerabdrücken war jedoch schon alles vorbei.

Wie die Polizei in Los Angeles mitteilte, erschien Lindsay Lohan am Donnerstag gegen 10.30 Uhr Ortszeit im Gefängnis von Lynwood. Zunächst wurde die 21-Jährige dort durchsucht, dann nahm man ihr Fingerabdrücke ab und sperrte sie in Zivilkleidung in eine Zelle im Aufnahmebereich für Häftlinge. Nur 84 Minuten musste sie dort einsitzen. Ursprünglich waren 24 Stunden Arrest angedacht. Damit tat es Lohan ihrer Kollegin Nicole Richie gleich, die Ende August ebenfalls nur knapp anderthalb Stunden in Lynwood in Haft saß.

Eigentlich sollte Lohan die Strafe für ihr Verkehrsdelikt erst im Januar antreten. Ihre Haftstrafe war reduziert worden, weil das Los Angeles County-Gefängnis überbelegt sei und Lohan sich keines Gewaltverbrechens schuldig gemacht habe, so Polizeisprecher Steve Whitmore. Promibonus gab es für die Schauspielerin allerdings nicht. Auf die Frage, ob die Berühmtheit besonders nachsichtig behandelt worden sei, sagte Whitmore: "Absolut nicht." Es sei ihr ergangen wie jedem anderen in derselben Situation. Etwa 30 bis 50 Frauen würden täglich vorzeitig entlassen, so der Sprecher. Außerdem wurden ihr zwei Tage gestrichen, weil sie sich zum Sozialdienst angemeldet hatte.

Lohan war Ende Oktober wegen Trunkenheit am Steuer, Fahrens nach Kokain-Konsum und gemeingefährlichen Fahrens von einem kalifornischen Gericht verurteilt worden. Außerdem hatte der Richter zehn Stunden gemeinnützige Arbeit angeordnet und eine dreijährige Bewährungszeit verhängt.

pir

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