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LOLO FERRARI: Wurde das »Busenwunder« vom Ehemann ermordet?

Vor zwei Jahren wurde Lolo Ferrari tot in ihrem Haus aufgefunden, seitdem wird um die Todesursache der Frau mit dem größten Busen gerätselt. Jetzt ist ihr Mann festgenommen worden.

Zwei Jahre nach dem Tod des französischen Busenstars Lolo Ferrari ist ihr Ehemann und Manager unter Mordverdacht geraten. Die Justiz ermittelt gegen Eric Vigne wegen vorsätzlicher Tötung, wie sein Anwalt Michel Pautot bestätigte. Presseberichten zufolge wurde der 53-Jährige festgenommen. Ferrari stand als Frau mit den größten Brüsten im Guinness-Buch der Rekorde.

Lolo Ferrari wurde tot im Bett gefunden

Die Darstellerin, die ihre überdimensionierte Oberweite von 130 Zentimetern in Discos, Fernsehshows und Porno-Filmen vermarktete, war am 5. März 2000 tot im Bett ihrem Haus bei Grasse an der Cote d'Azur gefunden worden. Sie wurde 30 Jahre alt. Vigne wurde damals bereits einmal vorübergehend festgenommen, bevor die Ermittler Medikamentenmissbrauch als Todesursache des psychisch labilen Starlets nannten. Im Dezember letzten Jahres ergab jedoch ein neues Gutachten, dass die unter dem bürgerlichen Namen Eve Vallois geborene Ferrari erstickt wurde. Nun steht Vigne im Verdacht, seine Frau mit einem Kissen getötet zu haben.

Anwalt weist Vorwürfe gegen Ehemann zurück

Sein Anwalt Pautot wies die Vorwürfe zurück und erklärte: "Für uns ist die Ursache ausschließlich Medikamentenvergiftung." Schließlich hätten auch die wiederholte Einnahme von Medikamenten und "das Gewicht ihrer Brustprothesen" zur Erstickung führen können, zitierte die Zeitung "Le Parisien" Vignes Rechtsbeistand. Im Fernsehsender France-2 betonte er, sein Mandant und Ferrari hätten sich geliebt. Zudem habe Vigne von seiner Frau gelebt. Er habe keinerlei Grund gehabt, sie zu töten.

Mit 18 Operationen zu beträchtlicher Oberweite

Ferrari unterzog sich 18 Operationen, um ihre Oberweite zu vergrößern. Ihre je drei Kilo schweren Brüste waren mit Kochsalzlösung gefüllt. Aus Angst, dass die Silikon-Einsätze platzen könnten, soll sie seit Anfang der 90er Jahre kein Flugzeug mehr bestiegen haben. Auch an Mund und Augen ließ Ferrari sich operieren. 1996 versuchte sie sich auch als Sängerin. "Airbag Generation" lautete der Titel. Den Versuch, verschiedene Produkte unter dem Namen "Ferrari" zu vermarkten, ließ der italienische Autokonzern 1998 gerichtlich verbieten.

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