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Herzogin Meghan und Prinz Harry: War was? Der größte Gewinner im Chaos um den #Megxit heißt Prinz Andrew

Noch vor wenigen Wochen sprach die ganze Welt über Prinz Andrew und sein katastrophales BBC-Interview. Jetzt haben Prinz Harry und Herzogin Meghan ihre eigene Bombe platzen lassen. Für Andrew kommt das gerade richtig.

Herzogin Meghan, Prinz Harry und Prinz Andrew

Herzogin Meghan und Prinz Harry ziehen sich zurück und kaum einer spricht noch über Prinz Andrew

DPA / Picture Alliance

Es ist nicht besonders lange her, da sorgte ein Name im britischen Königshaus für helle Aufregung – und es war weder Prinz Harry noch Meghan Markle, sondern Prinz Andrew. Im November vergangenen Jahres gab der Sohn der Queen ein BBC-Interview, in dem er sich derart um Kopf und Kragen redete, dass weder Presse noch Royal-Fans ihren Augen und Ohren trauen konnten. Es ging, natürlich, um Andrews Freundschaft mit dem verurteilten und mittlerweile verstorbenen US-Milliardär Jeffrey Epstein. Eines von Epsteins mutmaßlichen Opfern, Virginia Giuffre Roberts, behauptet, als 17-Jährige zum Sex mit dem Royal gezwungen worden zu sein. 

Prinz Harry und Herzogin Meghan: Prinz Andrew ist vergessen

Schwerwiegende Anschuldigen, da waren sich alle einig. Prinz Andrew wurde zum personifizierten Krisenherd im Buckingham Palast. Zumal er sich vor dem BBC-Interview nicht die Erlaubnis seiner Mutter, Königin Elisabeth II., einholte. Aber: Neues Jahr, neuer Skandal. Prinz Andrew und seine üblen Ausreden scheinen plötzlich vergessen. Die britische Presse ist anderweitig beschäftigt. Prinz Harry und Herzogin Meghan haben ihren royalen Rückzug verkündet und für ordentlich Chaos gesorgt. Zumal auch sie die Queen mit der Veröffentlichung ihres Statements überrascht haben sollen. 

Glaubt man allerdings dem ehemaligen Sprecher der Königin, Dickie Arbiter, tangiert sie der "Megxit" mehr als die Skandalvergangenheit ihres eigenen Sohnes. "Die Königin wird sehr enttäuscht und wütend sein. Wahrscheinlich wütender, als sie sich nach Andrews Katastrophen-Interview letztes Jahr gefühlt hat", sagte er bei "Good Morning Britain" und sorgte damit für überraschte Gesichter. "Denn sehen Sie", führte Arbiter aus, "die Sache mit Epstein und Andrew läuft schon ewig." 

Harry und Meghan ziehen sich aus dem britischen Königshaus zurück

Aufmerksamkeit liegt auf Meghan und Harry 

Eine absurde Aussage. Während Meghan und Harry sich von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und unter anderem in Nordamerika leben wollen, wird Prinz Andrew Sex mit einer Minderjährigen vorgeworfen. Nur weil die Vorwürfe sich bereits seit einigen Jahren halten, werden sie keineswegs entkräftet.

Die Entscheidung Meghans und Harrys ändert derweil nichts an der britischen Thronfolge. Die Regierung müsste ein Gesetz erlassen, um Harry und seine Nachkommen aus der Rangliste zu streichen. Befürchtungen, dass Andrew wegen des Rückzuges von Rang acht auf Rang sechs vorrücken würde, scheinen sich also nicht zu bestätigen. 

Die Aussage Arbiters zeigt aber auch, welchen Stellenwert Harry (völlig abgesehen von der Thronfolge) im Königshaus hat. Er ist nicht irgendein Mitglied, sondern der jüngere Sohn des nächsten Königs. Eine schwierige Situation für die Monarchin und den Rest der "Firma". Nur einer kann sich gerade etwas zurücklehnen: Prinz Andrew. 

Quelle: "Good Morning Britain"