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METTE-MARIT & PRINZ HAAKON: Ab nach London zum Studieren

Norwegens Kronprinz Haakon und Prinzessin Mette-Marit feiern am Sonntag ihren ersten Hochzeitstag auf gepackten Koffern. Nächste Woche zieht das Prinzen-Paar für knapp ein Jahr nach London um.

Norwegens Kronprinz Haakon und Prinzessin Mette-Marit feiern am Sonntag in Oslo ihren ersten Hochzeitstag auf gepackten Koffern. Schon in der nächsten Woche zieht das populäre Paar für knapp ein Jahr nach London um. Dort wollen der 29-jährige Thronfolger Wirtschaft und Politik und seine gleichaltrige Frau Orientialistik sowie Afrikanistik studieren. Mette-Marits 5 Jahre alter Sohn Marius zieht mitsamt seinem heimischen Kindermädchen mit und will Spielplätze studieren.

Schwanger oder nur dicker?

Keinen Kommentar gab der Hof in Oslo auf die Frage, wie das Paar denn den ersten Jahrestag der Traumhochzeit vom 25. August 2001 im Osloer Dom begehen will. Spürbar genervt hatte Mette-Marit selbst in den vergangenen Wochen auch die Fragen von Reportern nach einer Schwangerschaft mehr abgewimmelt als beantwortet. Sie sei doch sichtlich fülliger geworden, wurde landauf, landab berichtet. Dass die seit längerem bekannten Umzugspläne in die britische Hauptstadt nun ohne Änderung verwirklicht werden, sehen »Hofastrologen« als gewichtiges Indiz dafür, dass Mette-Marit tatsächlich nicht in anderen Umständen ist, sondern einfach ein bisschen zugenommen hat.

Hoher Preis für Popularität

Dazu passt, dass die Prinzessin und Haakon immer wieder ihr Streben nach »Ruhe« zum Ausdruck gebracht haben. Mette-Marit hat dem im eigenem Land nicht sonderlich beliebten Königshaus massiv zu neuer Popularität verholfen, dafür aber auch schon einen hohen Preis bezahlt. Erst musste die im vergangenen Jahr noch unbekannte Bürgertochter aus Kristiansand wenige Tage vor der Hochzeit vor der versammelten Presse ihr »ausschweifendes« Jugendleben mit Drogenerfahrungen in der Osloer Raver-Szene öffentlich bedauern. Ständig hingen Gerüchte über angeblich kursierende Pornos mit Mette-Marit als Partnerin von Rockern und Lesben in der Luft. Sohn Marius aus einer früheren Verbindung ohne Trauschein konnte nicht mehr unbehelligt in Oslo spielen gehen.

Prinzessin mit Pleiten und Pech

Im Frühjahr hatte die neue Hoffnungsträgerin der norwegischen Royalisten auch noch eine zähe Pechsträhne mit Verletzungen und Krankheiten. Auf eine Lungenentzündung folgte ein Skiunfall mit Knöchelbruch. Als die Prinzessin dessen Folgen gerade einigermaßen auskuriert hatte, verbrannten ihr TV-Scheinwerfer bei einem Interview das Gesicht derart, dass Mette-Marit ein paar Tage »schneeblind« war und eine Deutschland-Visite mit Haakon absagen musste.

Lockeres Studentenleben

Nun hofft das Paar auf ruhigere Zeiten in London. »Beide wünschen ein anonymes Studenten- und Familienleben in der Großstadt zu führen«, zitierte die Osloer Zeitung »Aftenposten« einen Hofsprecher. »Ausgerechnet London«, könnte als Echo aus dem benachbarten schwedischen Königshaus in Stockholm kommen. Von dort hatte sich Prinzessin Madeleine (20) im vergangenen Jahr ebenfalls in Richtung London aufgemacht, um als »anonyme« Studentin Frieden vor der ewigen Verfolgung durch Reporter, Fotografen und andere rücksichtslos Neugierige zu finden. Nach wenigen Monaten kehrte sie entnervt vorzeitig zurück, weil alles nur noch schlimmer geworden war.

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