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Michael Jackson: Sorgerechtsanhörung erneut vertagt

Das Tauziehen um die Kinder von Michael Jackson geht weiter. Eine für diesen Montag angesetzte Anhörung zum Sorgerecht wurde erneut verschoben und soll nun erst Anfang August stattfinden. Derweil mischt sich Jacksons Hautarzt Arnold Klein in den Sorgerechtsstreit ein.

Über das Sorgerecht für Michael Jacksons Kinder wird frühestens im August entschieden. Die nächste richterliche Anhörung findet nach Angaben aus Justizkreisen nicht wie ursprünglich geplant am 20. Juli statt, sondern am 3. August. Damit bleiben die drei Kinder vorläufig weiter in der Obhut ihrer 79-jährigen Großmutter Katherine, wie es der verstorbene Popstar in seinem Testament verfügt hat. Unklar ist nach wie vor, ob Jacksons Exfrau Debbie Rowe das Sorgerecht für ihre beiden Kinder, den zwölfjährigen Prince Michael und die elfjährige Paris, beantragt. Jacksons jüngster Sohn, der siebenjährige Prince Michael II, wurde von einer Leihmutter ausgetragen. Katherine Jacksons Anwalt hatte in der vergangenen Woche erklärte, seine Mandantin und Rowe bemühten sich um eine außergerichtliche Einigung zum Wohle der Kinder.

Nach Angaben des Internetdienstes "tmz.com" stehe eine Einigung kurz bevor. Rowe sträube sich nicht dagegen, der Großmutter die Kinder zu überlassen. Sie verlange aber ein Besuchsrecht, hieß es unter Hinweis auf anonyme Quellen. Um Geld drehten sich die Verhandlungen nicht

Jacksons Vater Joe hat nach Informationen des "People"- Magazins angeboten, die Kinder ganz seiner Frau zu überlassen. Er sei bereit zu unterschreiben, dass er und seine Frau getrennt lebten und dass Katherine allein die Verantwortung für die Enkel habe, verlautete aus dem Umfeld der Familie.

Hautarzt behauptet der wahre Vater zu sein

Nach Angaben des britischen "Mirror" hat sich Jacksons Hautarzt Arnold Klein gegenüber Freunden als der wahre Vater der beiden älteren Kinder bezeichnet. Der Mediziner lasse derzeit seine Chancen für eine Sorgerechtsklage prüfen, schrieb das Blatt.

Rowe verklagte unterdessen eine Frau, die ihr in einem Fernsehinterview vorgeworfen hatte, sie sei nur auf das Geld der Jacksons aus. Die Frau habe mit den Äußerungen Rowes Ruf geschädigt und deren Privatsphäre verletzt, hieß es in der eingereichten Klage. Sie hatte sich in dem Interview der Fernsehshow "Extra" als enge Freundin Rowes bezeichnet und unter Berufung auf E-Mails erklärt, diese sei nicht am Sorgerecht für die Kinder, sondern lediglich am Reichtum der Jacksons interessiert.

Katherine Jacksons prüft Klage gegen Nachlassverwalter

Jacksons Mutter Katherine lässt derweil prüfen, ob sie die testamentarische Einsetzung zweier Nachlassverwalter anfechten kann, ohne selbst enterbt zu werden. Sie reichte am Freitag eine entsprechende Anfrage bei Gericht ein. Michael Jacksons Testament sieht allgemein vor, dass eine Anfechtung seines letzten Willens ein Enterben zur Folge hat.

Gerätselt wird weiterhin über die Ursache für den unerwarteten Tod des vermutlich medikamentensüchtigen Sängers. Das Ergebnis der Blutuntersuchungen soll entgegen früheren Angaben erst in etwa zwei Wochen vorliegen. Es wird vermutet, dass eine Überdosis Medikamente zum Herzstillstand geführt hat. Die Polizei schließt auch ein Verbrechen nicht aus.

Jacksons Privatarzt Conrad Murray, der den Sänger nach seinem Zusammenbruch am 25. Juni noch wiederzuleben versuchte, wurde bereits zwei Mal von den Ermittlern vernommen. Ein drittes Gespräch habe der Mediziner über seinen Rechtsanwalt abgelehnt, berichtete "tmz.com". Auch der Anwalt habe sich inzwischen einen Rechtsbeistand genommen.

AP/DPA / AP / DPA