Nach E-Mails von Agentur-CEO in Epstein-Akten
Chappell Roan verlässt ihre Talentagentur

Chappell Roan sorgte vor Kurzem bei den Grammys für Aufsehen.
Chappell Roan sorgte vor Kurzem bei den Grammys für Aufsehen.
© imago/ZUMA Press Wire / Javier Rojas
Musikerin Chappell Roan verlässt ihre Agentur. In den Epstein-Akten tauchte zuvor der Name des CEOs der Talentagentur Wasserman auf.

Die US-Musikerin Chappell Roan (27) hat ihren Ausstieg aus der Talentagentur Wasserman bekannt gegeben. Auslöser sind E-Mails, die im Zuge der Veröffentlichung der Epstein-Akten öffentlich wurden: Darin finden sich Nachrichten zwischen Agenturgründer Casey Wasserman (51) und Ghislaine Maxwell (64).

Die Grammy-Gewinnerin, die bei der Verleihung 2026 mit dem wohl spektakulärsten Outfit für Aufsehen sorgte, begründete ihren Austritt aus der Talentagentur in einem Statement auf Social Media. Darin erklärte die Sängerin, dass sie von ihren Teams "höchste Standards" erwarte und auch "die Pflicht habe, sie zu schützen". Sie fügte an: "Von keinem Künstler, Agenten oder Angestellten sollte jemals erwartet werden, dass Handlungen verteidigt oder übersehen werden, die so tiefgreifend mit unseren eigenen moralischen Werten in Konflikt stehen".

Die US-Amerikanerin weigere sich, "passiv zuzusehen", und dass Künstler "eine Vertretung verdienen, die mit ihren Werten übereinstimmt und ihre Sicherheit und Würde unterstützt". Und weiter: "Meine Entscheidung, Wasserman zu verlassen, spiegelt meine Überzeugung wider, dass sinnvolle Veränderungen in unserer Branche Verantwortlichkeit und eine Führung erfordern, die Vertrauen verdient."

E-Mails zwischen Agentur-CEO und Ghislaine Maxwell

Die Epstein-Akten erwähnte Roan in ihrem Statement nicht namentlich. In den kürzlich vom US-Justizministerium freigegebenen Dokumenten befanden sich E-Mails zwischen Talentagentur-CEO Casey Wasserman und Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell, die US-Medien als "flirtend" bezeichneten. Der E-Mail-Wechsel stammt aus dem Jahr 2003, als Wasserman verheiratet war.

Casey Wasserman, der auch für die Organisation der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles verantwortlich ist, hat sich inzwischen für die Kommunikation mit Ghislaine Maxwell entschuldigt. "Ich bedauere zutiefst meinen Briefwechsel mit Ghislaine Maxwell", sagte er und fügte hinzu, dieser habe "lange vor dem Bekanntwerden ihrer grausamen Verbrechen" stattgefunden.

Wasserman sagte, er habe "nie eine persönliche oder geschäftliche Beziehung" zu Jeffrey Epstein gehabt, habe aber an einer "humanitären Reise" in dessen Flugzeug teilgenommen. "Es tut mir furchtbar leid, mit einem von beiden in Verbindung gestanden zu haben." Wassermans Name taucht zwar in den offiziellen Epstein-Dokumenten auf, es wird ihm aber kein Fehlverhalten vorgeworfen.

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