Prinz William (43) hat den dritten und letzten Tag seiner Saudi-Arabien-Reise ganz dem Thema Naturschutz gewidmet. In der historischen Region AlUla, die zum UNESCO-Welterbe zählt, beschäftigte sich der britische Thronfolger mit den Bemühungen des Wüstenkönigreichs, seine einzigartige Natur zu bewahren.
Die erste Station war das Sharaan-Naturreservat, wie unter anderem "People" berichtet. Dort traf William Ranger, die sich um den Schutz der heimischen Tierwelt und Landschaft kümmern. Vor Ort pflanzte er eine Akazie. Für den Prinzen von Wales ist das kein unbekanntes Terrain: Seit Jahren setzt er sich weltweit für Naturschutz ein, unterstützt die Organisation Tusk und zeichnet Umweltprojekte mit seinem Earthshot Prize aus. In einer Reihe von Kurzfilmen hat er zudem Naturschutz-Helden aus aller Welt porträtiert.
Gazellen, Oryxe und bedrohte Leoparden
Tiefer im Reservat informierte sich William über ein ambitioniertes Wiederaufforstungsprogramm und die empfindliche Geologie der Region. Die Ranger arbeiten dort an der Wiederansiedlung von Gazellen, Arabischen Oryxen und dem vom Aussterben bedrohten Arabischen Leoparden. Auch Akazienwälder sollen in der kargen Wüstenlandschaft wieder heimisch werden.
Anschließend besuchte der Thronfolger die Altstadt von AlUla - und wurde dort mit einer besonderen Ehre überrascht: Ein Gebäude trägt den Namen "Prince of Wales House". Die britische Einrichtung dient als Zentrum für die Zusammenarbeit zwischen Saudi-Arabien und Großbritannien in den Bereichen Kultur, Kreativität und Stadterneuerung. William legte bei der Renovierung sogar selbst Hand an und half jungen Saudis beim Streichen.
Diplomatische Mission unter schwierigen Vorzeichen
Die dreitägige Reise, die am 9. Februar begonnen hatte, absolvierte William im Auftrag der britischen Regierung und als Teil seiner diplomatischen Rolle als Thronfolger. Doch die Mission wurde überschattet von Schlagzeilen aus der Heimat: Die Veröffentlichung der Epstein-Akten durch das US-Justizministerium sorgt in Großbritannien für erhebliche Unruhe.
Bereits am Tag seiner Ankunft hatten William und seine Ehefrau Prinzessin Kate (44) ein Statement veröffentlicht, in dem sie ihre Unterstützung für die Opfer des verurteilten Sexualstraftäters bekräftigten. Kurz darauf ließ auch der Buckingham-Palast verlauten, dass König Charles (77) die Polizei bei der Prüfung von Vorwürfen gegen seinen Bruder Andrew Mountbatten-Windsor (65) unterstütze. Diesem wird unter anderem vorgeworfen, vertrauliche Informationen aus seiner Zeit als Handelsgesandter an Epstein weitergegeben zu haben.
Kultur und nachhaltige Landwirtschaft zum Abschluss
Gegen Ende des Tages traf William in Begleitung von Prinz Badr bin Abdullah bin Farhan Al Saud, dem saudischen Kulturminister und Gouverneur der Königlichen Kommission für AlUla, Künstler, die mit dem British Council an einem Projekt zur kulturellen Wiederbelebung der Altstadt arbeiten.
Zum Abschluss seiner Reise stand ein Besuch bei Farmern auf dem Programm: In AlUlas Oase und Öko-Gartenbau-Farm informierte sich William über nachhaltigen Anbau und die reiche landwirtschaftliche Geschichte der Region. Die Farm verbindet traditionelle Landwirtschaft mit Ökotourismus und bietet Bildungsworkshops für Schulen der Gemeinde an - ein Projekt, das den Brückenschlag zwischen lokaler Bevölkerung und Reisenden schaffen soll.