Britische Royals
Kate und William äußern sich erstmals zum Epstein-Skandal

Prinz William und Prinzessin Kate
Prinz William und Prinzessin Kate
© Chris Jackson/PA Wire / DPA
Der Epstein-Skandal zieht weite Kreise, auch bei den Royals. Prinz William und Prinzessin Kate geben dazu erstmals ein kurzes, aber deutliches Statement ab.

Lange hatten Prinz William und Prinzessin Kate zum Epstein-Skandal geschwiegen, nun äußern sie sich erstmals dazu.

Ein Sprecher des Ehepaars erklärte, William und Kate seien "über die anhaltenden Enthüllungen zutiefst besorgt". "Ihre Gedanken sind bei den Opfern", hieß es weiter aus dem Kensington Palast, berichtet die BBC.

Der Thronfolger und seine Frau reagierten mit ihrem Statement auf die neuesten Enthüllungen, die durch die Veröffentlichungen der Epstein-Akten bekannt wurden. Das britische Königshaus ist durch Andrew Mountbatten-Windsor in den Skandal um Jeffrey Epstein verstrickt. 

Der Bruder von König Charles hat aufgrund seiner engen Verbindungen zu dem Sexualstraftäter Ende vergangenen Jahres seinen Prinzentitel verloren. Zuletzt musste er auch aus der Royal Lodge ausziehen.

Die jüngst veröffentlichten Dokumente zeigen immer deutlicher, wie nah Andrew dem ehemaligen Investmentbänker, der 2019 durch Suizid in seiner Gefängniszelle starb, stand. So soll er 2010 Epstein gemeinsam mit einer Frau aus Rumänien zum Abendessen in den Buckingham Palace eingeladen haben, berichtet die britische Nachrichtenagentur PA News. Mit dabei soll auch eine "sehr süße" Rumänin gewesen sein, wie es in den Mails heißt.

Vor Prinz William hatte schon Prinz Edward reagiert

In den Akten finden sich auch Hinweise darauf, dass ein Foto von Andrew, das ihn mit dem damals minderjährigen mutmaßlichen Missbrauchsopfer Virginia Giuffre zeigt, echt ist. Der ehemalige Royal hatte die Authentizität der Aufnahme stets abgestritten. Auch gegen sämtliche andere Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal wehrt er sich.

Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Zugleich unterhielt er enge Kontakte zu höchsten Kreisen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. 

Zur Verstrickung von Andrew hatte sich in der vergangenen Woche schon Prinz Edward, der jüngste Bruder von König Charles und Andrew, geäußert. "Es ist immer wichtig, an die Opfer zu denken", sagte er dem US-Sender CNN, und fügte mit einer vielsagenden Geste hinzu: "Und wer sind die Opfer bei all dem?"

Quellen: BBC, CNN, Nachrichtenagentur DPA

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