VG-Wort Pixel

Songwriter vs. US-Präsident "Ich bin damit NICHT einverstanden": Neil Young erzürnt über Donald Trump

Der US-Songwriter Neil Young (l.) und US-Präsident Donald Trump
Der US-Songwriter Neil Young (l.) und US-Präsident Donald Trump
© Isabel Infantes/PA Wire/Saul Loeb / DPA / AFP
Donald Trump hat für seine Rede am Mount Rushmore wieder auf Songs von Neil Young zurückgegriffen. Die Songwriter-Legende ist davon gar nicht begeistert und hat seinen Unmut darüber zum Ausdruck gebracht.

Rockmusiker Neil Young, 74, hat Donald Trump, 74, für die Nutzung seiner Songs vor einer Wahlkampfveranstaltung kritisiert. Der US-Präsident und seine Kampagnen-Leitung ließen vor Trumps Rede zum Auftakt des Unabhängigkeitstages der USA am Nationaldenkmal von Mount Rushmore Youngs Songs "Rockin' in the Free World", "Like a Hurricane" und "Cowgirl in the Sand" abspielen.

Auf Twitter bezog Young klar Stellung und erklärte: "Ich bin damit NICHT einverstanden."

In einem folgenden Tweet schrieb der Musiker außerdem: "Ich stehe in Verbundenheit mit den Lakota Sioux und das ist NICHT okay für mich."

Vertreter der Sioux: Donald Trump ist nicht willkommen

Die "Black Hills" im US-Bundesstaat South Dakota, in denen die Gesichter der US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln eingemeißelt wurden, sind Teil der Ländereien, die im Jahr 1868 vom US-Senat den Stämmen der Sioux übertragen wurden. Dieses Abkommen wurde allerdings nie eingehalten.

Im Vorfeld von Trumps Rede schrieb ein Vertreter der Sioux in einem offenen Brief, dass der US-Präsident am Mount Rushmore "unerwünscht" sei, da die Veranstaltung nicht mit den Sioux abgesprochen worden sei. Den Ureinwohnern sind die Black Hills heilig. Angehörige der Sioux hatten Widerstand gegen die Feier angekündigt. Vor Beginn der Veranstaltung sei es zu Protesten gekommen, bei denen eine Zufahrtsstraße blockiert worden sei, berichteten US-Medien. 

Neil Young war bereits 2015 mit Donald Trump wegen der unerlaubten Nutzung von "Rockin' in the Free World" aneinandergeraten. Trump betrat damals – bei seiner Ankündigung, für das Amt des US-Präsidenten kandidieren zu wollen – zu den Klängen von Youngs Hit aus dem Jahr 1989 die Bühne.

fs SpotOnNews

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker