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Oliver Kahn: Nicht nur Speedy, auch Drängler

Nachdem Oliver Kahn schon im März drei Mal wegen Raserei geblitzt wurde, fiel er kürzlich zudem als Drängler auf der linken Fahrbahnspur auf. Jetzt droht ihm Führerscheinentzug.

Oliver Kahn im Straßenverkehr ist ein Kapitel für sich. Nachdem er im März schon drei Mal wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wurde - ein Mal in Österreich und zwei Mal in Bayern, fiel er im Juni als Drängler auf, wie die Bild-Zeitung berichtet.

Nach seiner Rückkehr von den Färöer-Inseln am 12. Juni, wo er tags zuvor zum Länderspiel angetreten war, fuhr er vom Flughafen München zu dem Hotel in Taufkirchen, in dem er seit der Trennung von seiner Ehefrau Simone wohnt. Mit ca. 150 Stundenkilometern fuhr er dieses Mal zwar nicht zu schnell, fiel aber als unangenehmer Drängler auf der linken Spur auf - und wurde prompt geblitzt.

Das kann bis zu vier Punkte in der Flensburger Verkehrsdatei kosten, erläuterte Maximilian Maurer vom ADAC gegenüber der Bild-Zeitung. "Im Falle einer Nötigung des Vorausfahrenden ist es sogar eine Straftat und geht vor Gericht."

Aufgrund der beiden Verstöße auf deutschen Straßen im März sind noch zwei Bußgeldverfahren anhängig - allein aufgrund dieser Tatbestände muss Kahn eventuell seinen Führerschein für vier bis fünf Monate abgeben. Zwar wird Kahn zunächst noch nicht mit einer Vorladung zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) rechnen müssen, aber aufgrund der Vorbelastung könne auch die Abstandsverletzung zu einem längeren Fahrverbot führen, erklärt ADAC-Sprecher Maurer.

Birgit Helms