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Kirchenoberhaupt ganz sportlich Eine "Schule fürs Leben": Papst Franziskus stand als Kind im Fußballtor

Papst Franziskus stand als Kind im Fußballtor
Papst Franziskus hat sich gegenüber italienischen Medien wieder einmal menschennah gezeigt
© Stefano Spaziani / Picture Alliance
Schon als Kind begeisterte sich Papst Franziskus für Fußball. Weil er jedoch nicht besonders gut in seinem Lieblingssport war, musste er ins Tor. Der Freude tat das keinen Abbruch, ganz im Gegenteil: Als Torwart lernte er "fürs Leben".

Papst Franziskus ist bekannt als Fußballfan und äußert sich immer wieder zu seinem Lieblingssport. Der italienischen Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" erzählte er von seinen frühen Erfahrungen auf dem Fußballplatz und wie er als eher langsamer Spieler ins Tor musste. "Als Kind mochte ich Fußball, aber ich gehörte wirklich nicht zu den Besten", sagte er dem Blatt. Er habe zu langsame Beine gehabt. "Deshalb haben sie mich immer dazu gebracht, im Tor zu spielen. Doch die Rolle des Torhüters war für mich eine großartige Schule fürs Leben. Der Torwart muss bereit sein, auf Gefahren zu reagieren, die aus allen Richtungen kommen können." Das Gespräch wurde nach Angaben des Blattes schon Anfang Dezember im Vatikan geführt. Es erschien am Samstag aus Anlass eines Sportbuchs, in dem das katholische Kirchenoberhaupt seine Sicht zum Thema erläutert.

Fußball-Gucken sei auch großartig: "Ich erinnere mich sehr gut und mit Vergnügen daran, dass ich als Kind mit der Familie ins Stadion El Gasometro ging." In der Arena in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires war sein Lieblingsverein San Lorenzo zu Hause. Die Euphorie habe bis nach Hause angedauert: "die Freude, das Glück im Gesicht, das Adrenalin im Blut".

"Betet für mich, damit ich nicht aufhöre, mit Gott zu trainieren"

Über den im Vorjahr gestorbenen Starspieler Diego Maradona sagte er: "Auf dem Platz war er ein Dichter, ein großer Champion, der Millionen Menschen Freude beschert hat, sowohl in Argentinien als auch in Neapel. Doch er war auch ein sehr schwacher Mensch."

Zum Start des Jahres 2021 wünschte der Papst der Welt – und nicht nur dem Sport – Ehrlichkeit: Er verwies auf das Motto "Besser eine saubere Niederlage als ein schmutziger Sieg". "Das ist die schönste Art, das Spiel des Lebens mit erhobenem Kopf zu spielen." Und Franziskus ergänzte: "Betet bitte für mich, damit ich nicht aufhöre, mit Gott zu trainieren."

Sehen Sie im Video: An der Christmesse im Vatikan nahmen in diesem Jahr weniger als einhundert Menschen teil. Papst Franziskus und ein kleiner Chor trugen keine Maske, die Gemeinde hingegen bedeckte Mund und Nase.

sve DPA

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