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Paris Hilton: "Ich arbeite ziemlich hart"

Sie gilt als Inbegriff des Partyluders, die das Geld ihres Vaters verschleudert: Millionenerbin Paris Hilton tingelt derzeit durch Deutschland und will beweisen, dass sie ihr eigenes Geld verdient.

Nachdem Paris Hilton vergangene Woche Thomas Gottschalk bei "Wetten, dass...?" fast zwei Stunden warten ließ, stellte sie am Freitag auch ihren neuen deutschen Werbepartner auf eine Geduldsprobe: Zur Pressekonferenz des Internet-Telefonbuch-Anbieters "GoYellow" in München kam die 24-Jährige 45 Minuten zu spät. "Es tut mir Leid, ich habe wirklich einen vollen Terminkalender", entschuldigte sie sich: "Normalerweise bin ich nie zu spät."

Offenbar war Hilton erneut von hunderten von Fans umlagert waren. "Überall muss ich Autogramme geben", sagte die 24-Jährige. Begeisterte Fans haben bereits am Donnerstag beinahe die Autogrammstunde der Hotelerbin in einer Hamburger Parfümerie gesprengt. Als Paris Hilton das Geschäft betrat, kam es unter ihren wartenden Verehrern zu Tumulten, so dass sich die 24-Jährige in einen Aufzug flüchten musste.

"Ich stehe jeden Tag um 6 Uhr auf"

Ruhiger ging es dagegen in der Fernsehsendung von Johannes B. Kerner zu. Wortkarg beantwortete Hilton die Fragen des Showmasters, der ihr nur wenige Geheimnisse entlocken konnte. Entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten mimte sie nicht das Partyluder, sondern das brave Mädchen: Sie stehe jeden Tag um sechs Uhr auf und arbeite als Vorstandsvorsitzende ihres Imperiums "ziemlich hart", meinte Hilton.

Darauf angesprochen, wie viel ihr neuer Ferrari gekostet habe, antwortete Paris: "Keine Ahnung, ich habe mir Kreditkarte bezahlt." Sie verwahrte sich allerdings gegen die Behauptung, sie gebe das Geld ihres Vaters aus. "Ich bin Schauspielerin, ich singe, ich habe Produkte - das ist ein Marken-Imperium, was ich selber aufgebaut habe. Paris Hilton ist eine Marke. Die Marke ist das, was ich der Öffentlichkeit zeige. Die Person, der Mensch, das bin ich, wenn ich allein bin." Auf einer Pressekonferenz nach ihren größten Talenten gefragt relativierte die US-Milliardärstochter ihre Geschäftstüchtigkeit allerdings: Die Antwort war "Shopping".

Noch ein Woche in Deutschland

Das begehrte Partygirl gab Kerner auch preis, was es für sein Erscheinen auf großen Events kassiert: "Das kann 100.000, 300.000 Dollar sein. Natürlich bleibe ich dann auch. Das ist für eine oder zwei Stunden - mehr nicht." Ihr größter Wunsch sei es allerdings, eine Familie zu gründen. "Das bedeutet mir am meisten. In zwei, drei Jahren möchte ich anfangen, Kinder zu kriegen."

Paris Hilton, die nach eigenen Angaben noch nie zuvor in Deutschland war, wird noch eine Woche in Europa bleiben und verschiedene Termine für ihren neuen Werbepartner "Goyellow" wahrnehmen.

Jens Maier