Paris Hilton Mögliche Haftverkürzung für Hilton


Die zu 45 Tagen Haft verurteilte Paris Hilton darf hoffen: Möglicherweise werde die Hotelerbin deutlich weniger Zeit im Gefängnis verbringen, erklärte das Büro des Sheriffs in Los Angeles.

Möglicherweise hat Paris Hilton richtig Schwein gehabt: Weil die kalifornischen Haftanstalten überfüllt sind, kann sie auf eine mögliche Reduzierung der Strafe wegen guter Führung hoffen. "Es ist möglich, dass sie 21 Tage oder 23 Tage verbüßt", sagte der Sprecher des Sheriffs, Steve Whitmore. "Möglicherweise wird es sogar noch weniger."

Das Gesetz in Kalifornien sieht vor, dass Häftlinge Anspruch auf eine Verkürzung ihrer Strafe haben, wenn sie sich in Haft gut benehmen. Whitmore betonte jedoch, Hilton werde nicht besser behandelt werden, weil sie prominent sei. Ähnlich wie die Hotelerbin war die Schauspielerin Michelle Rodriguez im vergangenen Jahr wegen Verstoßes gegen Bewährungsauslagen nach einer Trunkenheitsfahrt zu 60 Tagen Haft verurteilt worden. Sie wurde schon nach wenigen Stunden freigelassen, weil das Gefängnis überfüllt war. Hilton soll ihre Haftstrafe am 5. Juni in einem Frauengefängnis antreten. Ihr Anwalt hat Berufung gegen das Urteil angekündigt.

Weiterhin spaltet die Frage, ob Paris Hilton den Gefängnisaufenthalt verdient oder nicht, die Fangemeinde auf beiden Seiten des Atlantiks. Unzählige Anhänger unterzeichneten bereits die Petition an Arnold Schwarzenegger und fordern, Milde walten zu lassen. Aber die Hotel-Erbin scheint fast ebenso viele Gegner wie Fürsprecher zu haben. Auf gleich mehreren Internetseiten können User Petitionen unterschreiben, die die volle Haftstrafe für Paris Hilton fordern - oder gleich, sie möge sich bitte ganz aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

"Paris, bitte geh einfach"

Auf der Website www.goawayparis.com haben die "Bürger für ein besseres Amerika" ein Musikvideo eingestellt, in dem sie Paris Hilton mitteilen, dass sie ihrer überdrüssig sind. In Anspielung an ihr 2004 veröffentlichtes Buch "Confessions of an Heiress" und den im Internet aufgetauchten Pornofilm "One Night in Paris" heißt es im Lied: "Ich sah ihr Bild in der Zeitschrift, ich sah ihr Buch im Geschäft, und sie hatte Sex auf meinem PC-Bildschirm, aber mehr kann ich einfach nicht ertragen." Und weiter: "Das geht an Dich, Paris Hilton, wirst Du mir zuhören, wenn ich sage, Du hast alles was Du willst, also bitte geh einfach."

Von solchen Anti-Fans lässt sich Paris Hilton nicht einschüchtern. Was ihr allerdings Medienberichten zufolge Angst macht, sind Drohungen von Knast-Insassen, denen sie bald gegenüberstehen könnte: Auf Hiltons Myspace-Internetseite sollen Todesdrohungen aus der Century Regional Detention Facility eingegangen sein, dem Gefängnis, in dem die Millionärin wohl bald 45 Tage einsitzen muss. Ein Häftling soll geschrieben haben, dass sie Paris die Schuhe klauen wolle, eine andere schreibt, sie wolle Paris umbringen. Paris Hilton forderte daraufhin angeblich Polizeischutz für ihren Gefängnis-Aufenthalt.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker