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Peter Maffay: Er übt harte Kritik an den Echo-Bossen

Der diesjährige Echo wird von Antisemitismus-Vorwürfen gegen zwei Nominierte überschattet. Peter Maffay findet deutliche Worte.

Peter Maffay ist ein Mann der klaren Worte

Peter Maffay ist ein Mann der klaren Worte

Am heutigen Donnerstagabend werden in Berlin die Echos vergeben. Doch dass der wichtigste deutsche Musikpreis ausgerechnet am 12. April, dem Holocaust-Gedenktag in Israel, vergeben wird, schmeckt Rockstar Peter Maffay (68, "MTV Unplugged") so gar nicht. Denn die diesjährige Preisverleihung wird von einem Antisemitismus-Vorwurf überschattet. Die Rapper Farid Bang (31) und Kollegah (33) sind für einen Echo nominiert, obwohl es in einem ihrer Liedtexte heißt: "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen". Der Ethik-Beirat des Bundesverbandes Musikindustrie beschäftigte sich zwar mit dem Fall, gab am Ende aber grünes Licht für die beiden Rapper.

Maffay zeigt sich im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung entsetzt über diese Entscheidung. Er könne sich zwar nicht "in die Gefühle der Überlebenden und der Angehörigen der Opfer des Holocaust versetzen. Das wäre anmaßend", so der Sänger. "Aber ich kann beurteilen, dass die Nominierung besonders diesen Menschen gegenüber respektlos und in höchstem Maße unsensibel ist."

Dass Farid Bang und Kollegah "bewusst antisemitische Gedanken in ihre Texte bringen", könne Maffay nicht beurteilen, da er beide nicht persönlich kenne. "Aber in der heutigen Zeit, in der unsere Gesellschaft zerrissen und voller Spannung ist, gießen sie zusätzlich Öl ins Feuer. Und die Verantwortlichen des Echo tun es mit der Nominierung auch", so die eindeutige Meinung von Maffay gegenüber "Bild".

SpotOnNews