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EM-Finale: Portugal holt den Pott und alle dürfen mal anfassen

Dank eines Treffers in der Verlängerung ist Portugal zum ersten Mal Fußball-Europameister geworden. Die Nationalspieler feierten den Titel ausgelassen mit ihren Familien - trotz Rasenverbot der UEFA.

Nani

Was für eine Nacht: Portugal ist zum ersten Mal Fußball-Europameister geworden. Dafür gibt's von Stürmer Nani und seinem Sohn Lucas beide Daumen hoch.

Mit Tränen des Glücks in den Augen stemmte Cristiano Ronaldo wild schreiend die EM-Trophäe kurz vor Mitternacht in die Höhe, völlig ernüchtert sahen Antoine Griezmanns Franzosen der portugiesischen Titelparty zu. Trotz des Dramas um die frühe Ronaldo-Verletzung hat sich Portugal den ersehnten ersten EM-Triumph geholt und den Turnier-Gastgeber in Schockstarre versetzt. Joker Eder wurde am Sonntag im Final-Krimi der Fußball-Europameisterschaft mit seinem Fernschuss-Treffer beim glücklichen 1:0 nach Verlängerung zum gefeierten Helden. Der Équipe Tricolore um Torschützenkönig Griezmann blieb hingegen der dritte EM-Titel nach 1984 und 2000 verwehrt.

Ronaldo auf dem Gipfel


"Das ist fantastisch, besonders in Frankreich die EM zu gewinnen", jubelte der künftige Dortmunder Raphael Guerreiro. "Das war die bestmögliche Antwort an alle, die nicht an uns geglaubt haben", sagte der Neu-Münchner Renato Sanches. Und Trainer Fernando Santos versicherte: "Wir haben eine leuchtende Zukunft."

Nach der Siegerehrung feierten die Portugiesen mit ihren Familien im Stade de France. So ausgelassen wie bei manchen EM-Spielen zuvor ging es allerdings nicht zu, denn die UEFA hatte zuvor entschieden, dass Kinder auf dem Fußballrasen nicht mehr erwünscht sind. Spieler wie Nani, Pepe oder Bruno Alves holten trotzdem ihre Frauen und Kinder auf den Rasen und versammelten sich zum Familienbild mit EM-Pokal.

jum/DPA
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