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In Erklärungsnot Briten in Aufruhr: Die Queen soll Millionen an Andrews Anklägerin gezahlt haben

Prinz Andrew lässt sich auf einen Vergleich ein. Aber wie bezahlt er das eigentlich?
Prinz Andrew lässt sich auf einen Vergleich ein. Aber wie bezahlt er das eigentlich?
© Chris Jackson / DPA
Der Herzog von York hat das Gerichtsverfahren gegen Virgina Guiffre abgewendet. In einem Vergleich soll er mehr als 12 Millionen Pfund zahlen. Doch woher kommt das Geld? Die Bevölkerung fordert Transparenz.

Seit Monaten fuhr Prinz Andrew die gleiche Linie: Die Anschuldigungen gegen ihn seien unbegründet, er würde sie vor Gericht bekämpfen. 

Diese Woche stimmte er einem Vergleich zu. Die überraschende außergerichtliche Einigung bedeutet, dass Prinz Andrew keine Schuld an den Behauptungen anerkennt. Er hat die Vorwürfe stets bestritten. In seiner Erklärung sagt er, dass er "niemals beabsichtigt hatte, Frau Giuffres Charakter zu verleumden“ und dass er anerkennt, dass sie "sowohl als erwiesenes Opfer von Missbrauch als auch als Folge unfairer öffentlicher Angriffe gelitten hat“, berichtet der "Guardian".

Mit diesem Vergleich muss Prinz Andrew nicht mehr vors Gericht und sich für die Vorwürfe verantworten, dass er Virginia Roberts Giuffre im Alter von 17 Jahren bei drei verschiedenen Gelegenheiten sexuell missbraucht und vergewaltigt haben soll. Er versprach hingegen, "sein Bedauern für seine Verbindung" mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu demonstrieren.

Hat die Queen Millionen für Andrew gezahlt?

Der Vergleich wird ihn Millionen von Pfund kosten. Darunter sind nicht nur die gemunkelten 12 Millionen Pfund – etwa 14,3 Millionen Euro –, die er an die Klägerin zahlen muss. Sondern auch die Anwaltskosten, die sich auf mehrere Millionen Pfund summieren werden. Aber woher kommt das Geld?

Einzelheiten des Deals wurden nicht bekannt. Wie die "Daily Mail" aber berichtet soll die Queen persönlich zwei Millionen Pfund an die Wohltätigkeitsorganisation von Virginia Roberts Giuffre gezahlt haben. Als Teil von Prinz Andrews Vergleichszahlung von 12 Millionen Pfund. Kein Wunder also, dass der Druck der Briten auf den Buckingham Palace und die Queen wächst. Die fordern Transparenz und wollen wissen, ob öffentliche Gelder für den Vergleich aufgebracht werden.

Zahlt die Queen?

Die Antwort darauf, bleibt weiterhin offen. Am wahrscheinlichsten ist der Erlös seines 18 Millionen Pfund teuren Skichalets in Verbier. Das Luxusanwesen soll mittlerweile verkauft worden sein, denn die Zeit drängt. Innerhalb von 30 Tagen soll die Klägerin das Geld erhalten, dann werden beide Parteien eine "vereinbarte Klageabweisung" einreichen. Zudem wird spekuliert, dass die Queen herhalten muss, um dem Sohn aus der Patsche zu helfen. Im vergangenen Jahr verkaufte die Queen ihr privates Anwesen des Herzogtums Lancaster, es brachte 23 Millionen Pfund ein.

Der Herzog von York gilt als gefallener Prinz. Seine militärischen Titel wurden ihm genauso entzogen wie die Schirmherrschaften vieler Wohltätigkeitsorganisationen. Für Prinz Andrew ist dies ein dramatischer und demütigender Fall. Für die Monarchie eine schmerzhafte und zermürbende Episode.

Quellen: "Guardian", "Daily Mail", "Telegraph"

dsw

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