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Prinz Harry: Royal-Rodeo mit sexy Cow-Girls

Eigentlich wollte Prinz Harry für eine Weile "in Deckung" bleiben. Aber die Aussicht auf die Barmädchen im "Cowboy Club" von Calgary war zu verlockend. Über den Irakkrieg sprach Harry nicht mit Kellnerin Cherie: "Ob ich Unterwäsche trage oder nicht, war alles, was er im Kopf hatte."

Damit bescherte der 22-jährige Leutnant dem Hof ein PR- Desaster: Während im Irak der 150. britische Soldat seit Beginn des Krieges getötet wurde, stellte der fröhliche Prinz in der kanadischen Nachtbar attraktiven Kellnerinnen nach, berichtete die Londoner Zeitung "News of the World" am Sonntag.

Mit dem Ruf "Ich will alle schönen Frauen sehen", soll er in die Bar gestürzt sein, die für die vollbusige Bedienung in knappen Mini- Shirts berühmt ist. Etliche Biere, Sambucas und Rum-Colas sollen sich auf der Rechnung des Prinzen angesammelt haben, ehe er zwei der Barmädchen in deren Privatzimmer gefolgt sei. Seinen jüngsten Partyauftritt leistete sich der Prinz nach Angaben des auflagenstärksten Boulevardblatts Großbritanniens am vergangenen Mittwoch. An dem Tag hätten seine Kameraden im Irak gerade einen 30- jährigen Unteroffizier betrauert, der in der Hafenstadt Basra erschossen wurde.

Enttäuschter Prinz tobt sich aus

Dem blaublütigen Leutnant des Eliteregiments "Blues and Royals" war der Kampfeinsatz im Irak erspart geblieben, weil er dort nach Überzeugung der Militärführung zur Zielscheibe von Terroristen geworden wäre. Harry sei "zutiefst enttäuscht", hatte das Königshaus verlauten lassen, nachdem Armeechef Sir Richard Dannatt Mitte Mai die Entscheidung bekannt gab, den geplanten Irak-Einsatz des Enkels der Queen zu streichen. Die "Gedanken des Prinzen werden jetzt voll und ganz bei seinen Kameraden im Einsatz sein", hieß es in der Erklärung des Hofes.

Ausdrücklich sei dem Prinzen erklärt worden, wie "verheerend" es wirken würde, wenn er sich während des sechsmonatigen Irak-Einsatzes seines Spähtrupps "bei Besäufnissen" fotografieren ließe, berichteten Zeitungen im Mai. Nun brachte "News of the World" Fotos des ausgelassenen Harry, der sich von Barmädchen küssen lässt. Daneben stellte das Blatt ein Bild des Unteroffiziers Rodney Wilson, der als 150. britischer Soldat im Irak sein Leben ließ.

Vorbereitung auf den Kampfeinsatz

Den Reportern des Blattes sagte die attraktive Barkellnerin Cherie über Harry: "Seine Lippen sind sehr weich." Nicht nur seine Freundin Chelsy Davy (21) habe der Britenprinz nicht erwähnt. Auch über den Irak oder Afghanistan habe er "kein Wort" gesagt. "Ob ich Unterwäsche trage oder nicht, war alles, was er im Kopf hatte."

In Kanada nimmt der Prinz derzeit an Militärübungen seines Regiments zur Vorbereitung auf einen eventuellen Einsatz in Afghanistan teil. Dass er tatsächlich zum Kampf gegen die Taliban- Extremisten an den Hindukusch geschickt wird, glaubt in Großbritannien allerdings kaum noch jemand. Auch dort ist es längst für westliche Soldaten brandgefährlich. Erst am Samstag wurde bei Gefechten ein weiterer Brite getötet. Er war der 60. Soldat des Königreichs, der seit 2001 in Afghanistan sein Leben verlor.

DPA / DPA
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