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Dänemarks Royals: Prinz Henrik macht schon wieder seine Ehefrau für sein Schicksal verantwortlich

Die beiden sind seit 50 Jahren miteinander verheiratet, doch vom Liebesglück ist in letzter Zeit nicht viel zu spüren: Prinz Henrik von Dänemark hat wieder einmal in einem Zeitungsinterview darüber geklagt, dass ihn Königin Margrethe II. nicht respektiere.

Prinz Henrik von Dänemark mit Königin Margarethe II

Prinz Henrik fühlt sich von Königin Margrethe respektlos behandelt und sprach darüber in einem Interview

Prinz Henrik fühlt sich von seiner Ehefrau, der dänischen Königin Margrethe, respektlos behandelt und macht das auch nach 50 Jahren Ehe immer wieder öffentlich deutlich. Am Dienstag sagte er der dänischen Presse: "Wenn sie will, dass wir zusammen begraben werden, muss sie mich zum Königinnengemahl machen. Fertig."

Letzte Woche hatte er bekannt gegeben, dass er nicht neben seiner Ehefrau begraben werden wolle – Liebe hin oder her –, da er schließlich kein König und damit nicht gleichwertig zu seiner Gemahlin sei. "Es ist meine Frau und nicht ich, die etwas an der Entscheidung ändern kann", sagte Henrik der Zeitung "Se og Hør". "Sie macht aus mir einen Narren. Ich habe mich nicht mit der Königin vermählt, um in Roskilde begraben zu werden", sagte Prinz Henrik.

Traditionell wird das dänische Königspaar in der Domkirche von Roskilde beigesetzt. Für das gemeinsame Grab war schon alles vorbereitet worden, der Sarkophag war schon fertig. Das Paar hatte die Kapelle St. Brigittes im Dom zu Roskilde für knapp vier Millionen Euro renovieren und umbauen lassen, dann wollte der Prinz nicht mehr. Kronprinz Frederik hat die Entscheidung seines Vaters, nicht neben seiner Frau begraben zu werden, am Donnerstag bedauert. "Ich kann nur sagen, dass mich die Entscheidung meines Vaters in vielerlei Hinsicht sehr traurig macht", sagte er Reportern. 

Er will doch nur die Nummer Eins sein

Auch mit 83 Jahren lässt er nicht von seinem letzten Wunsch ab: Er wäre noch immer gern König. Dabei ließ er schon 2016 von seinem Titel "Prinzgemahl" ab. Die Gemahlinnen von Regenten bekämen schließlich auch den Titel "Königin". Wo sei also sein Titel? Auch, dass er durch seine Rolle am Hof nur die Nummer Drei hinter der Königin und seinem Sohn Kronprinz Frederik ist, geht dem Prinzen gewaltig gegen den Strich.

Der Prinz hatte schon immer einen schweren Stand bei den Dänen. Jahrelang haben sich diverse Medien über ihren Prinzen aus Frankreich ausgelassen. Er spreche auch nach langer Zeit immer noch ein komisches Dänisch. In seiner Autobiografie schrieb er dazu: "Wenige Monate nach meiner Ankunft wurde alles, was ich tat, kritisiert. Mein Dänisch war schwankend, ich bevorzugte Wein statt Bier, Seidenstrümpfe statt Stricksocken, Citroën statt Volvo, Tennis statt Fußball. Selbst für die Gauloises, die ich anstelle von Virginia-Tabak rauchte und die hierzulande den Ruf hatten, die Marke gesellschaftskritischer Intellektueller zu sein, konnte ich nicht auf Nachsicht hoffen. Ich war anders. Ich schien mit dieser Position zufrieden zu sein und mich nicht zu schämen. Das waren gleich zwei Fehler!"


dm
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