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Einsatz als Rettungspilot: 16-jähriger Brite ertrinkt - Prinz William versuchte, ihn zu retten

Der britische Prinz William arbeitete zwei Jahre als Rettungspilot. Er betreute Einsätze, bei denen auch Kinder starben. Die Mutter eines Jungen hat sich nun bei dem Royal bedankt - obwohl er ihren Sohn nicht retten konnte.

Prinz William arbeitete von 2015 bis 2017 als Rettungspilot

Prinz William arbeitete von 2015 bis 2017 als Rettungspilot

Getty Images

Es sollte ein lustiger Nachmittag unter Freunden werden. Der britische Teenager Robbie Lea verabredete sich im Mai vergangenen Jahres mit zwei Kumpels zum Baden. Die Freunde sprangen in den See im Lee Valley Park in Hertfordshire. Es ist ein gefährliche Terrain, das Wasser ist bis zu fünf Meter tief.

Robbie habe als Kind Schwimmunterricht gehabt, sagte seine Mutter Sarah Lea der britischen Zeitung "The Mirror", aber er war kein guter Schwimmer. Der 16-jährige Schüler ertrank. Alle Versuche, ihn zu retten, schlugen fehl. Auch herbeigerufene Helikopter der East Anglian Air Ambulance suchten aus der Luft nach dem Jungen. Doch Robbie Lea konnte nur noch tot geborgen werden.

Seine Mutter machte nun öffentlich, wer einen der Rettungshubschrauber bei dem Einsatz steuerte: Prinz William. Der britische Thronfolger arbeitete zwei Jahre als Pilot für die Rettungsstaffel. Im Juli 2017 quittierte er den Dienst - wenige Wochen nach dem tragischen Tod von Robbie Lea.

"Es zeigt, wie menschlich unser zukünftiger König ist"

"Ich kann Prinz William gar nicht genug danken. Dafür, dass er an diesem furchtbaren Tag versucht hat meinen Sohn zu retten und dafür, dass er nun so offen über psychische Probleme spricht. Es zeigt, wie menschlich unser zukünftiger König ist. Das war sehr mutig von ihm", sagte Sarah Lea dem "Mirror".

Erst vor wenigen Tagen hatte Prinz William bei einem öffentlichen Auftritt offenbart, wie nah ihm manche Einsätze als Rettungspilot gegangen sind, besonders Notfälle, in denen Kinder involviert waren. "Ich habe mehrfach in sehr traumatischen Situationen gearbeitet. Vor allem seit ich eigene Kinder habe, hat mich die Verbindung zwischen Job und Privatleben an meine Grenzen gebracht. Ich habe Gefühle entwickelt, die ich so noch nicht kannte", sagte der 36-Jährige.

Prinz William flog Einsätze, bei denen Kinder starben

Das Königshaus bestätigte, dass Prinz William als Rettungspilot zu Einsätzen gerufen wurde, bei denen auch Kinder gestorben sind. Öffentlich darüber zu reden habe nicht nur ihm geholfen, sondern er wolle auch andere Menschen unterstützen, mit einem schrecklichen Verlust klarzukommen.

Seit 2016 engagiert sich William gemeinsam mit seiner Frau Catherine und seinem Bruder Prinz Harry unter dem Slogan "Heads Together" für mentale Gesundheit. Die jungen Royals betonen bei öffentlichen Auftritten immer wieder, wie wichtig es ist, dass Traumata und psychische Probleme behandelt werden müssen. Schließlich mussten die Prinzen in jungen Jahren den Tod ihrer Mutter Diana verkraften.

Die Mutter des toten Robbie Lea rief ein Projekt ins Leben, mit dem sie Kinder und Jugendliche über die Gefahren im Wasser aufklären will. Damit andere Eltern nicht dasselbe Schicksal erleiden müssen wie sie.

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jum
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