VG-Wort Pixel

Ein Schritt, der alles veränderte Was Prinzessin Dianas Privatsekretär über ihr Skandalinterview verrät

Prinzessin Diana
Prinzessin Diana im legendären Panorama-Interview
© Picture Alliance
Im Gespräch mit Martin Bashir verriet Prinzessin Diana 1995, dass Prinz Charles sie betrügt und erzählte außerdem, an Bulimie zu leiden. Das Interview veränderte alles, besonders das Verhältnis zum Palast.

Das Mantra des britischen Königshauses lautet "Never complain, never explain", also: Beschwere dich nie und erkläre dich nie. Allein unter diesem Gesichtspunkt war Prinzessin Dianas legendäres Interview mit BBC-Reporter Martin Bashir 1995 ein Skandal für den Buckingham Palast. Ihr damaliger Privatsekretär, Patrick Jephson, offenbart jetzt in der "Daily Mail" die Auswirkungen des Gespräches auf das ohnehin schon angeknackste Familienverhältnis. 

Dianas Skandalinterview: Das sagt ihr ehemaliger Privatsekretär

Er beschreibt, wie er mit Diana kurz nach der Ausstrahlung nach Argentinien flog, wo die Frau von Prinz Charles die Monarchie professionell vertrat. Zurück in London wollte er die Wogen glätten und suchte dafür das Gespräch mit der Queen. Aber die Folgen "vom Panorama-Interview waren zu giftig und zu verwundet, als dass man es vergeben, geschweige denn vergessen könnte", sagt er. Prinz Charles' nahe Quellen behaupteten, Diana sei paranoid. Statt das große Potenzial der charismatischen Diana zu schätzen, wurden ihr Auslandsreisen fortan untersagt. Außerdem forderte die Queen ihren Sohn auf, die Scheidung möglichst schnell durchzuziehen. 

Heute nennt Jephson das Interview ein "Desaster" für Diana, das alles unwiderruflich veränderte. Für die BBC war es hingegen ein Quotenerfolg. Jephson vermutet außerdem, dass Prinz Harry ähnliche Fehler wie seine Mutter machen könnte.

Warnung an Prinz Harry

"Die Versuchung für einen Teil der heutigen Königsfamilie besteht darin, wie Diana nach dem Panorama-Interview zu leben: nicht mehr verankert in den eintönigen Sorgen britischer Untertanen, sondern im Ego-Rausch der Weltbühne und in den seichten Schmeicheleien der internationalen Reichen und Berühmten", beschreibt er ihr Leben danach in der "Daily Mail". 

Prinz Harry habe nun herausgefunden, wie man dem Palast entkommen könne. Doch an den jüngeren Sohn seiner ehemaligen Arbeitgeberin hat er einen Tipp: "Halte Anwälte und PR-Zauberer auf Trab und predige den unaufgeklärten Massen Plattitüden." Dem Buckingham Palast in die Quere zu kommen, sei keine gute Idee. 

Verwendete Quelle: "Daily Mail"

ls

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker