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PROZESS: Winona Ryder sagt keinen Ton

Die wegen Ladendiebstahls angeklagte Schauspielerin Winona Ryder wird vermutlich nicht in den Zeugenstand treten. Dies deutete ihr Anwahlt am Ende der ersten Prozesswoche an.

Die wegen Ladendiebstahls angeklagte Schauspielerin Winona Ryder (»Hexenjagd«) wird vermutlich nicht in den Zeugenstand treten. Dies deutete ihr Anwalt, Mark Geragos, am Ende der ersten Prozesswoche in Beverly Hills (Kalifornien) an. Am Freitag hatte er vier Zeugen aufgerufen, darunter einen früheren Mitarbeiter des Nobelkaufhauses Saks Fifth Avenue. Dieser gab an, Kaufhausdetektiv Kenneth Evans, ein wichtiger Zeuge der Anklage, habe nach Ryders Festnahme behauptet, er werde genügend Beweise heranschaffen und »das reiche Beverly Hills Miststück drankriegen«.

Vier Tage lang hatte die Anklage Zeugen aufgerufen, die den Hollywoodstar schwer beschuldigten. Eine Kaufhausdetektivin sagte aus, sie habe die Schauspielerin beim Entfernen von Sicherheitsetiketten in einer Umkleidekabine beobachtet. Der 12-köpfigen Jury wurde auch ein Überwachungsvideo gezeigt, das die prominente Kundin auf ihrem Weg durch Designer-Abteilungen und bei ihrer Festnahme zeigt. Als Beweismittel wurde auch unbezahlte und beschädigte Ware vorgeführt, die in den Tüten der Schauspielerin gefunden wurde. Der 31-Jährigen wird auch Vandalismus vorgeworfen.

Ryders Anwalt stellt den Fall als Missverständnis und seine Mandantin als Opfer von übereifrigen Sicherheitsleuten dar. Die Schauspielerin selbst hatte dem Sicherheitschef des Kaufhauses erklärt, auf Anraten eines Regisseurs für eine Filmrolle geübt zu haben. Bei einer Verurteilung drohen dem Hollywood-Star bis zu drei Jahre Haft. Nach US-Medienberichten könnte der Fall den Geschworenen bereits am Montag zur Entscheidung vorgelegt werden.