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Besuch der Westminster Abbey Nach massiver Kritik: Die Queen zeigt sich erstmals mit Maske

Ganz in schwarz gekleidet besuchte Queen Elizabeth II. die Westminster Abbey
Ganz in schwarz gekleidet besuchte Queen Elizabeth II. die Westminster Abbey
© Aaron Chown/PA Wire / DPA
Die Queen ohne Maske – das sorgte bei einem öffentlichen Auftritt vor einigen Wochen für Empörung. Die 94-Jährige hat aus ihren Fehlern gelernt und zeigte sich nun erstmals mit Mund-Nasen-Schutz.

Vor wenigen Wochen musste die britische Königin Elisabeth II. heftige Kritik einstecken. Die Monarchin besuchte Mitte Oktober gemeinsam mit ihrem Enkel, Prinz William, ein Rüstungstechnologiezentrum in der Nähe der südenglischen Stadt Salisbury. Die 94-Jährige trug einen rosafarbenen Mantel samt passendem Hut – aber keine Maske. Auch Prinz William verzichtete auf einen Mund-Nasen-Schutz.

Das sorgte bei vielen für Unverständnis, denn in Großbritannien ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen nach wie vor sehr hoch. Ein Sprecher des Buckingham Palastes erklärte den Auftritt so: Alle anwesenden Personen seien vorab auf das Coronavirus getestet und Abstandsregeln beachtet worden.

"Die Königin sollte ein Vorbild sein", schimpfte damals Graham Smith von der Vereinigung "Republic", die sich für die Abschaffung der Monarchie einsetzt. Er wisse wirklich nicht, wie das mit Regeln zusammenpassen solle, die andere befolgen müssten.

Die Queen mit Maske in der Westminster Abbey

Offenbar hat sich die Queen die Kritik aber zu Herzen genommen und zeigte sich nun erstmals mit Maske in der Öffentlichkeit. Die Monarchin besuchte das Grabmal des unbekannten Soldaten in der Westminster Abbey. Dort legte sie einen Blumenstrauß ab und gedachte der gefallenen britischen Soldaten. Normalerweise findet am sogenannten Remembrance Sunday ein großer Gottesdienst in der Londoner Kirche statt. Das ist aufgrund der Covid-19-Pandemie derzeit aber nicht möglich.

Die 94-Jährige kehrte nach Aufenthalten im schottischen Balmoral und im ostenglischen Sandringham, wo Prinz Philip überwiegend lebt, Anfang Oktober nach Windsor zurück. Die Queen und ihr Mann gehören aufgrund ihres hohen Alters zur Corona-Risikogruppe. Versorgt werden die beiden Royals von einer kleinen Schar von Höflingen – unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen. In ihrem eigentlichen Wohnsitz, dem Buckingham Palast, war die Königin seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im März nicht mehr.

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jum

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