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Ralph Siegel: Der Grand-Prix-Titan hat Krebs

Ralph Siegel ist an Prostata-Krebs erkrankt. Das bestätigte seine Agentin stern.de. Seit drei Jahren kämpft er um sein Leben - ist inzwischen aber guter Dinge, die Krankheit zu besiegen.

Seit Dienstag sucht Deutschland einen neuen Kandidaten für den Eurovision Song Contest. Früher war das seine Domäne: Ralph Siegel hat unzählige Male an dem Gesangswettbewerb teilgenommen und ist bis heute der einzige Deutsche, der den Wettbewerb je gewonnen hat: 1982 holte Nicole den Sieg mit Siegels Song "Ein bisschen Frieden". Doch jetzt schockierte der Komponist mit dem Geständnis, an Prostata-Krebs erkrankt zu sein. Das bestätigte seine Agentin auf Anfrage von stern.de. In der "Bild"-Zeitung sagte Siegel: "Ich kämpfe um mein Leben."

Bereits im Sommer 2007 habe er von der Krebs-Diagnose erfahren: Prostata-Krebs im schwersten Stadium. Im Juli 2008 wurde Siegel in einer Starnberger Klinik operiert. Die Zeit danach muss für ihn grausam gewesen sein: "Die erste Woche nach der Operation war eine Katastrophe. Danach lebte ich drei Monate nicht als Mann, sondern wie ein hilfloses Baby. Musste eine Windel tragen", sagte er in der "Bild"-Zeitung.

Noch nicht einmal seine Töchter wussten Bescheid

Lange Zeit verheimlichte er den wahren Grund für seinen Krankenhausaufenthalt. Sogar seine drei Töchter, darunter Ex-"Dschungelcamp"-Teilnehmerin Giulia Siegel, wussten zunächst nichts. Lange glaubten sie er leide an einem Bandscheibenvorfall. Größter Halt in dieser Zeit war seine Ehefrau Kriemhild, die immer an seiner Seite war und ihn auch jetzt jeden Morgen ins Münchner Klinikum fährt. "Ohne ihre Liebe und Fürsorge hätte und könnte ich all das nicht durchstehen."

Doch im Sommer letzten Jahres kehrte der Krebs zurück. Seit Januar unterzieht sich der 64-Jährige deshalb einer Strahlentherapie, um den Krebs endgültig zu besiegen. "Ich bin guten Mutes", versichert Ralph Siegel. "Diese Strahlentherapie bewirkt - so Gott will, dass ich den Krebs endgültig besiege."

Dass er nach der langen Zeit damit nun an die Öffentlichkeit geht, hat einen einfachen Grund: Er möchte allen Männern "dringend raten, früh genug zur urologischen Untersuchung zu gehen, denn nur so haben sie eine Chance zu überleben."

che