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Scarlett Johansson nackt im Netz: Promi-Hacker bekennt sich schuldig

Mehr als 50 Stars, darunter Scarlett Johansson und Christina Aguilera, wurden zu seinen Opfern: Ein 35-jähriger Hacker hat sich jetzt schuldig bekannt, in die Computer Prominenter eingedrungen zu sein.

Ein 35-jähriger US-Amerikaner, der über Monate hinweg Computer und E-Mail-Postfächer vieler Hollywood-Stars anzapfte, hat sich am Montag in Kalifornien schuldig bekannt. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft räumte der Mann aus Florida vor Gericht in Los Angeles zahlreiche Straftaten ein, darunter illegales Abhören und Beschädigung von Computern. Das Strafmaß soll am 23. Juli verkündet werden. Dem Mann drohen bis zu 60 Jahre Haft.

Das Schuldeingeständnis werfe ein "helles Licht in die dunkle Unterwelt des Computer-Hacking", sagte Staatsanwalt André Birotte. Der Täter räumte ein, mehr als 50 Opfer, darunter Scarlett Johansson, Mila Kunis oder Christina Aguilera von November 2010 bis Oktober 2011 ausspioniert zu haben. Er hackte ihre Konten, griff auf private Fotos und Informationen zu und verbreitete sie im Internet.

So tauchten im September vergangenen Jahres Nacktfotos von Johansson im Netz auf. Die Schauspielerin soll die Bilder selbst zu Hause vor einem Spiegel mit einer Handykamera aufgenommen haben und sie ihrem damaligen Ehemann Ryan Reynolds geschickt haben. Die 27-Jährige erzählte vor Kurzem im Interview mit der britischen Zeitschrift "Stylist", dass es ihr nach dem Vorfall schwer fiel, anderen Menschen zu vertrauen. "Es war furchtbar, ich fühlte mich absolut missbraucht", sagt sie der Zeitschrift. "Das betrifft nicht nur Promis, sondern jegliche Art von Leute, die nicht im Rampenlicht stehen wollen."

"Operation Hackerazzi"

Die Schauspielerin war erleichtert, als der Hacker im Oktober letzten Jahres festgenommen wurde. "Eine Weile lang dachte ich, dass jemand, den ich kenne, diese Bilder von mir ins Internet gestellt hat - und das machte mich unglaublich paranoid. Als ich herausfand, dass sich der Hacker nicht unter meinen Freunden befindet, war das eine große Erleichterung."

Auf den Computern seiner Opfer hinterließ der Hacker ein Programm, das jede E-Mail sofort an ihn weiterleitete - egal wie privat und intim. Ein Teil des Materials gab der Mann an Dritte weiter, darunter andere Hacker und Promi-Journale.

vim/Bang/DPA/AFP / DPA