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Neun Monate auf Bewährung: Sido wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt

Mit einer Glasflasche hat Sido einen Mann schwer verletzt. Das sieht ein Berliner Gericht als erwiesen an und verurteilt den Rapper zu einer Bewährungstrafe. Nicht der erste Ausfall des Berliners.

Vor zehn Jahren wurde Sido mit dem Album "Maske" berühmt, das jedoch in seiner originalen Version indiziert ist

Vor zehn Jahren wurde Sido mit dem Album "Maske" berühmt, das jedoch in seiner originalen Version indiziert ist

Der Berliner Rapper Sido ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er einen Mann mit einer Flasche verletzt hatte. Das Berliner Amtsgericht verhängte am Freitag wegen gefährlicher Körperverletzung neun Monate Gefängnis auf Bewährung. Sido muss zudem 15.000 Euro an die Justizkasse bezahlen.

Bei einem Streit in einem Berliner Club vor zweieinhalb Jahren hatte er einem anderen Gast eine Glasflasche auf den Kopf geschlagen. Der Mann erlitt eine Platzwunde und eine Schädelprellung. Das Urteil fiel in Form eines Strafbefehls aus, weil Sido nicht vor Gericht erschien. Der Richterspruch ist noch nicht rechtskräftig. Ein Einspruch ist möglich.

Wegen einem ähnlichen Fall stand Sido bereits 2009 vor Gericht. Damals wurde ihm vorgeworfen einen Nachbarn beleidigt zu haben und dessen 69-jährige Mutter mit Pflastersteinen beworfen und bedroht zu haben. Sido bestritt damals die Vorwürfe und das Verfahren wurde gegen eine Zahlung von 14.000 Euro eingestellt. 2012 wurde er kurzeitig aus der Jury der ORF-Sendung "Die große Chance" verbannt, nachdem es zu einer Handgreiflichkeit mit einem Moderator gekommen war.

ono/DPA / DPA