Gegen die Betreiber der abgebrannten Bar in Crans-Montana in der Schweiz ist eine Strafuntersuchung eröffnet worden. "Ihnen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen", teilte die Polizei mit. "Es wird daran erinnert, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt."
Bei dem Brand in der Silvesternacht war nach ersten Ermittlungen durch funkensprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke in Brand geraten. Er hatte sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet. Neben den Todesopfern wurden 119 Menschen größtenteils schwer verletzt. Brandschutzexperten hatten bereits in Frage gestellt, ob die Bar genügend Notausgänge hatte und ob das Material, das unter der Decke wahrscheinlich zur Schalldämpfung installiert war, gesetzeskonform war.
Noch am Freitag hatte Oberstaatsanwältin Beatrice Pilloud gesagt, sie habe bislang keine Anhaltspunkte für strafrechtlich relevante Aspekte. Die Staatsanwaltschaft hat das Paar nach eigenen Angaben als Zeugen verhört.
Die Betreiber der Unglücksbar von Crans-Montana sind nach Medienberichten am Boden zerstört. "Wir können weder schlafen noch essen, es geht uns allen sehr schlecht", sagt der Wirt nach einem Bericht des Nachrichtenportals "20 Minuten" in einem Gespräch.
Barbetreiber in Crans-Montana unterstützen Behörden
Sie kooperierten mit den Behörden. "Wir werden alles tun, um mitzuhelfen, die Ursachen zu klären", zitiert das Nachrichtenportal den Wirt. "Wir tun alles in unserer Macht Stehende. Auch unsere Anwälte sind involviert."
Seine Frau war nach Medienberichten in der Nacht in der Bar und wurde leicht verletzt.
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